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Pflege in kommunaler und gesellschaftlicher Verantwortung

 

Am 2. April 2019 fand im Landratsamt Ludwigsburg der Fachtag „Pflege in kommunaler Verantwortung – Wie können Seniorenräte mitgestalten?“ des Landesseniorenrates statt. Die knapp 100 teilnehmenden Seniorenräte aus den Kommunen in Baden-Württemberg verabschiedeten folgende Forderungen zur Pflege.

 

Resolution

·         Das Landespflegestrukturgesetz sieht Pflegekonferenzen in den Kommunen vor. Seniorenräte müssen in diesen Konferenzen vertreten sein.

·         Wer eine ausgewogene, zukunftsfähige und am Bedarf des örtlichen Gemeinwesens orientierte Infrastruktur für ältere und pflegebedürftige Menschen möchte, kommt nicht umhin, genau dies zur kommunalen Pflichtaufgabe zu machen. Landkreise und kreisfreie Städte müssen eine verbindliche Bedarfsplanung aufstellen.

·         Pflege darf nicht länger Armutsrisiko sein. Die Pflegefinanzierung muss komplett umgekrempelt werden. Die Kosten für die Pflege überfordern viele betroffene Menschen und deren Angehörige. Der pflegebedingte Anteil an den Pflegekosten muss gedeckelt werden. Derzeit gibt es dazu mehrere Vorschläge. Es muss ein Konsens gefunden werden, deshalb besteht dringender Handlungsbedarf.

·         Die Akzeptanz der Pflege – und damit die Gewinnung zusätzlicher Pflegekräfte – leidet unter der Defizit-Orientierung des jetzigen Systems. Die Gewinnung zusätzlicher Pflegekräfte und die Akzeptanz der Pflege wird gefördert durch eine bessere gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung des Pflegeberufes.

·         Pflegende Angehörige sind der größte Pflegedienst der Nation und benötigen dringend Unterstützung und Entlastung. Entsprechende bezahlbare und niedrigschwellige Angebote müssen aufgebaut und den pflegenden Angehörigen zugänglich gemacht werden.

 

 

Ludwigsburg, 2. April 2019

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

liebe Vertreterinnen und Vertreter der Seniorenräte,

 

 

 

für unsere Gespräche mit der Politik sowie mit den Kommunalen Landesverbänden für eine bessere Beteiligung älterer Menschen in den Kommunen sowie zur Änderung der Gemeindeordnung in Bezug auf die Gründung von Seniorenräten benötigen wir Ihre Unterstützung.

 

 Wir wurden seitens der Landtagsfraktionen gebeten, gute Beispiele für die Mitwirkung und Mitgestaltung eines Seniorenrates zusammenzustellen. Es gibt sicherlich viele Seniorenräte, deren Expertise seitens der Kommune angefordert wird bei den Themen, die ältere Menschen betreffen, und die im ständigen Austausch mit der Verwaltung stehen.

  

  • Wie sieht die Mitwirkung Ihres Seniorenrates in kommunalen Gremien aus? Werden Sie gehört?

  • Hat der Seniorenrat einen festen Sitz im Sozialausschuss? Beratend oder sogar mit Stimmrecht?

  • Werden Sie rechtzeitig vor einer Sitzung informiert, wenn die Belange der Älteren betroffen sind?

  • Ist die Kommune oder der Landkreis im Seniorenratsvorstand vertreten?

  • Wird der Seniorenrat bei Planungen rechtzeitig einbezogen?

  • Was konnte Ihr Seniorenrat in Ihrer Kommune schon bewirken?

  • Welche Hindernisse stehen der Seniorenratsarbeit im Wege?

  • Was zeichnet einen erfolgreichen Seniorenrat aus?

  • Gibt es Wünsche in Bezug auf die Beteiligung und Mitgestaltung in der Kommune?

  • Wie viele Menschen beteiligen sich in Ihrem Seniorenrat?

  

Ihre Antworten auf diese oder ähnliche Fragen und auch Ihre guten oder auch schlechten Erfahrungen bei der Seniorenratsarbeit möchten wir sammeln und bei weiteren Gesprächen mit dem Innenministerium und dem Gemeindetag Baden-Württemberg vorbringen.

  

Auch möchten wir zukünftig in jeder Ausgabe des „im blick“ neben der Rubrik „Blick ins Land“ jeweils einen Seniorenrat auf einer Seite zu Wort kommen lassen mit seinen guten Beispielen der Mitwirkung und Mitgestaltung in der Kommune. Auch dazu möchten wir Sie jetzt schon einladen.

  

Wir freuen uns auf viele Rückmeldungen per Mail und bedanken uns ganz herzlich für Ihre Unterstützung.

  

Mit freundlichen Grüßen

 

Birgit Faigle

 

Landesseniorenrat Baden-Württemberg e.V.

           Geschäftsführerin

           Kriegerstraße 3

           70191 Stuttgart

           Tel. 0711  61 38 24

 

Fax: 0711  61 79 65

 

https://www.lsr-bw.de

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

liebe Seniorenräte,

  

informieren möchten wir Sie heute über die Termine der diesjährigen Regionaltagungen, zu denen alle Seniorenräte in Baden-Württemberg (Kreis-, Stadt- und Ortsseniorenräte) sowie unsere Vorstandsmitglieder eingeladen sind.

  

Die Termine und Orte der vier Regionaltagungen:

 

  • für die Seniorenräte des Regierungsbezirks Stuttgart:
    Dienstag, 8. Oktober 2019, 10 bis 16 Uhr
    Künzelsau, Großer Feierraum der Kirchengemeinde St. Paulus

 

  • für die Seniorenräte des Regierungsbezirks Freiburg:
    Montag, 14. Oktober 2019, 10 bis 16 Uhr
    Lörrach, Landratsamt

 

  • für die Seniorenräte des Regierungsbezirks Tübingen:
    Donnerstag, 17. Oktober 2019, 10 bis 16 Uhr
    Reutlingen, Landratsamt

 

  • für die Seniorenräte des Regierungsbezirks Karlsruhe:
    Dienstag, 22. Oktober 2019, 10 bis 16 Uhr
    Wiesloch, Rathaus

Wir bitten um Vormerkung. Die Einladungen zu den Tagungen mit den Programmen werden wir Ihnen Ende Juli zusenden.

 

Kooperationspartner der vier Tagungen ist der Demografiebeauftragte des Landes Baden-Württemberg Herr Thaddäus Kunzmann.

 

Die Regionaltagungen sollen dem Erfahrungsaustausch dienen. Deshalb bitten wir um Themenvorschläge. So möchten wir sicherstellen, dass wir diese Veranstaltungen auch in Ihrem Sinne planen.

 

Ich bedanke mich ganz herzlich bei den vier Kreisseniorenräten Hohenlohe, Lörrach, Reutlingen und Rhein-Neckar für die Ermöglichung der Tagungen und die Unterstützung.

  

Mit freundlichen Grüßen

 

Birgit Faigle

 Landesseniorenrat Baden-Württemberg e.V.

 Geschäftsführerin

 Kriegerstraße 3

 70191 Stuttgart

 Tel. 0711  61 38 24

 Fax: 0711  61 79 65

 birgit.faigle@lsr-bw.de

https://www.lsr-bw.de

  

Stuttgart, 16.11.2018

 

 

Wechsel an der Spitze des Landesseniorenrates:

Prof. Uwe Bähr vertritt künftig die Interessen der Älteren

Prof. Uwe Bähr ist der neue Vorsitzende des Landesseniorenrates (LSR) von Baden-Württemberg, der die Interessen der 2,8 Millionen über 60Jährigen im Südwesten vertritt. Am Donnerstag hat ihn die Mitgliederversammlung (Vertreter der 42 Stadt- und Kreisseniorenräte sowie der 38 Landesverbände – von Alzheimergesellschaft bis Volkshochschulverband) in Stuttgart gewählt. Damit tritt er die Nachfolge von Karl-Otto Völker aus Schorndorf an, der krankheitsbedingt vorzeitig den Vorsitz niedergelegt hat.

Der neue Vorsitzende Prof. Bähr aus Göppingen war bereits seit 2017 stv. Vorsitzender des Landesseniorenrates. Bereits seit 2014 vertrat er die Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Seniorenarbeit, dessen Vorsitzender er ist, im Vorstand des Landesseniorenrates.

Von 1974 bis 1995 war Prof. Bähr Bürgermeister (Wahlbeamter) für Finanzen und Wirtschaft bei der Stadt Göppingen. Von 1995 bis 2010 war er Professor an der Hochschule für Finanzen und Verwaltung – University of Applied Science – in Ludwigsburg. Seit Mai 2002 ist Prof. Bähr Ständiger Diakon der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Von 1997 bis 2007 wirkte er als Vorsitzender des Kreisverbandes Göppingen des Deutschen Roten Kreuzes, dessen Ehrenmitglied er ist. Als Initiator war Prof. Bähr an der Gründung einer Non Profit Organisation beteiligt, die sich zur Aufgabe gemacht hat, den Schulhausbau in der Diözese Boma in der D.R. Kongo zu fördern.

Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde Karl-Heinz Pastoors (Schwäbisch Hall) gewählt. Mit der stellvertretenden Vorsitzenden Nora Jordan-Weinberg (Ludwigsburg) und Schatzmeister Bernd Ebert (Ravenstein) ist nun der geschäftsführende Vorstand des Landesseniorenrates wieder komplett.

 

 

 

Der Landesseniorenrat Baden-Württemberg vertritt die Interessen von 2,8 Millionen Älteren im Südwesten. Er ist ein Zusammenschluss von 42 Seniorenräten der Land- und Stadtkreise sowie 38 Verbänden und Organisationen, die landesweit in der Arbeit für und mit älteren Menschen engagiert sind. Er versteht sich als unabhängiger und weltanschaulich neutraler Anwalt und Partner für die Belange aller Generationen und beteiligt sich aktiv an der Meinungsbildung politischer Entscheidungsträger.

 

  

 

 

Stuttgart, 08.06.2018

  

Ältere Menschen besser beteiligen

 

Seniorenräte diskutieren in Pforzheim

 

Bei der Veranstaltung „Beteiligung von Seniorinnen und Senioren in Baden-Württemberg“ haben sich jetzt auf Einladung des Landesseniorenrates (LSR) in Kooperation mit Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, und der „Allianz für Beteiligung“ 125 Seniorenräte und interessierte Bürgerinnen und Bürger aus ganz Baden-Württemberg im Reuchlinhaus in Pforzheim getroffen und ausgetauscht

  

Viele ältere Menschen bringen sich bei Seniorenräten ein, um ihr Umfeld zu gestalten. Jedoch bestehen aktuell nur 182 Orts- oder Stadtseniorenräte in den insgesamt 1.100 Kommunen in Baden-Württemberg. Hier besteht Nachholbedarf.

 

Aber auch die Einstellung der Kommunalpolitik ist in einem Prozess der Änderung: Die Ablehnung „unsere Stadträte sind alt genug, die wissen was Senioren wollen“, ist immer weniger zu hören. Und vereinzelt werden schon Seniorenräte und Senioren-Beiräte in Zusammenarbeit mit der Kommune gegründet.

 

Aber da ist noch viel zu tun und darum denkt der LSR  darüber nach, eine Änderung zur Gemeindeordnung auf den Weg zu bringen, um für Senioren die gleichen Rechte und Pflichten wie für Jugendliche einzufordern. Wir meinen, dass nur die Zusammenarbeit aller Generationen zielfördernd ist.

  

Drei Dinge sind besonders wichtig: Erstens müssen die Älteren nach den Themen gefragt werden, die ihnen vor Ort wichtig sind. Diese  müssen zweitens in den allgemeinen gesellschaftlichen Dialog vor Ort eingeflochten werden. Hierbei geht es nicht nur um die Bedürfnisse älterer Menschen, sondern auch ihre Erfahrung in vielen Lebensbereichen ist von Nutzen für die ganze Gesellschaft. Und drittens müssen Beteiligungsformate zum Einsatz kommen, in denen sich ältere Menschen gut einbringen können.

 

Die seit langem in Baden-Württemberg bestehende Struktur der Seniorenräte ist dabei hilfreich. Auf diesem Weg entsteht vor Ort eine Beteiligungskultur, die mit Blick auf ältere Menschen Bedürfnisse ernst nimmt, Teilhabe ermöglicht, Erfahrungswissen wertschätzt und nach Wegen sucht, damit alle Generationen davon profitieren können. 

 

Wer die Zukunft einer älter werdenden Bevölkerung gestalten will, der muss dafür sorgen, dass Ältere ihren Alltag möglichst lange und weitestgehend selbstständig in den eigenen vier Wänden bewältigen können. Der LSR erkennt hier großen und dringenden Handlungsbedarf. Die Seniorenräte unterstützen dabei ganz aktiv. 

 

Baden-Württemberg kann, wie kein anderes Bundesland, auf ein langjähriges erfolgreiches bürgerschaftliches Engagement zurückblicken. Der LSR erwartet von den politisch Verantwortlichen im Land, in den Kommunen und Landkreisen, dass sie das ehrenamtliche Engagement, insbesondere unter dem Aspekt des demografischen Wandels, nachhaltig unterstützen. 

  

 Verantwortlich für diese Pressemitteilung:

 Birgit Faigle, Geschäftsführerin des LSR

 

Der Landesseniorenrat Baden-Württemberg vertritt die Interessen von 2,8 Millionen Älteren im Südwesten. Er ist ein Zusammenschluss von 42 Seniorenräten der Land- und Stadtkreise sowie 38 Verbänden und Organisationen, die landesweit in der Arbeit für und mit älteren Menschen engagiert sind. Er versteht sich als unabhängiger und weltanschaulich neutraler Anwalt und Partner für die Belange aller Generationen und beteiligt sich aktiv an der Meinungsbildung politischer Entscheidungsträger.

 

 
Stuttgart, 24.11.2017
 
 
Nach neun Jahren Wechsel an der Spitze des Landesseniorenrates: 

Roland Sing feierlich verabschiedet

Karl-Otto Völker vertritt künftig die Interessen der Älteren
Karl-Otto Völker (71) ist der neue Vorsitzende des Landesseniorenrates (LSR) von Baden-Württemberg, der die Interessen der 2,8 Millionen über 60Jährigen im Südwesten vertritt. Am Donnerstag hat ihn die Mitgliederversammlung (Vertreter der 42 Stadt- und Kreisseniorenräte sowie der 37 Landesverbände – von Alzheimergesellschaft bis Volkshochschulverband) in Leinfelden-Echterdingen mit großer Mehrheit gewählt.
Damit tritt er die Nachfolge von Roland Sing aus Leinfelden-Echterdingen an, der neun Jahre lang an der Spitze des Verbandes gestanden hatte. Dessen Engagement und seine Verdienste würdigten bei dieser Veranstaltung Staatsminister Klaus-Peter Murawski, Landtagsvizepräsident Wilfried Klenk sowie der Oberbürgermeister Roland Klenk von der Stadt Leinfelden-Echterdingen. Die Mitgliederversammlung hat Sing zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Der neue Vorsitzende Völker aus Schorndorf war bereits seit 2013 stv. Vorsitzender des Landesseniorenrates. Von 1978 bis 2016 war er Stadtrat in seiner Heimatstadt Schorndorf. Von 1994 bis 2014 gehörte er dem Kreistag des Rems-Murr-Kreises an, davon von 2006 bis 2011 als Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde er am 15. Oktober 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Völker ist Mitautor der Biographie „Gottlieb Daimler – Ein bewegtes Lebens“, die im Silberburg-Verlag erschienen ist. 
Zu seinen Stellvertretern wurden Prof. Dr. Uwe Bähr (Göppingen) und Nora JordanWeinberg (Ludwigsburg) gewählt und als Schatzmeister Bernd Ebert (Ravenstein). 
 
 
Der Landesseniorenrat Baden-Württemberg vertritt die Interessen von 2,8 Millionen Älteren im Südwesten. Er ist ein Zusammenschluss von 42 Seniorenräten der Land- und Stadtkreise sowie 37 Verbänden und Organisationen, die landesweit in der Arbeit für und mit älteren Menschen engagiert sind. Er versteht sich als unabhängiger und weltanschaulich neutraler Anwalt und Partner für die Belange aller Generationen und beteiligt sich aktiv an der Meinungsbildung politischer Entscheidungsträger.