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Presseinformation zum 07.06.2021

  

Solidarität mit den Jungen!

Vom Corona-Vertrag zum Klima-Vertrag der Generationen

Dank und Appell des Landesseniorenrats Baden-Württemberg anlässlich der Aufhebung der Corona-Impfpriorisierung

 

Anlässlich der Aufhebung der Corona-Impfpriorisierung dankt der Landesseniorenrat Baden-Württemberg allen jüngeren Menschen für ihre Geduld und Rücksicht, wodurch ältere und vulnerable Menschen bevorzugt geimpft werden konnten. „Dass diese intergenerative Solidarität möglich war“, ist nach den Worten von Professor Eckart Hammer, Vorsitzender des Landesseniorenrats, „ein nicht selbstverständlicher und eindrücklicher Beleg für den guten Zusammenhalt der Generationen“.

 

„Die Älteren sollten deswegen ihre wiedergewonnenen alten Freiheiten nicht nur als

               Urlauber genießen, sondern diese auch für die Jüngeren einsetzen“, appelliert Hammer. Viele Familien benötigen dringend Unterstützung von leiblichen oder Wahl-Großeltern; abgehängte Schülerinnen und Schüler brauchen Lern- und Entwicklungspaten; viele ehrenamtliche Dienste können ohne aktive und engagierte Seniorinnen und Senioren nicht aufrechterhalten werden.

 

Und wo das alles überdeckende Corona-Thema hoffentlich allmählich wieder in den Hintergrund rückt, sollten die Älteren auch bei der größten Herausforderung unserer Zeit, dem Klimawandel, solidarisch an der Seite der Jungen stehen. Denn dem renommierten Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber sei zuzustimmen: „Wer achtlos das Virus weitergibt, gefährdet das Leben seiner Großeltern. Wer achtlos CO2 freisetzt, gefährdet das Leben seiner Enkel.“

 

                       Prof. Dr. Eckart Hammer Telefon: 0178 633 3363 e.hammer@lsr-bw.de

Landesseniorenrat Baden-Württemberg e.V.

Kriegerstr. 3; 70191 Stuttgart

 

Telefon: 0711 – 61 38 24 www.lsr-bw.de

20 Jahre Seniorenforum Schorndorf e.V.

(2000 – 2020)

 

Unser Seniorenforum ist im vergangenen Jahr 20 Jahre alt geworden.  Wir wollten dieses Jubi-läum gebührend feiern; was leider Corona-bedingt nicht möglich war.  Als „kleines Trost-pflaster“ für unsere treuen Mitglieder und aktiven Mitstreiter*innen hat daher der Vorstand eine Festschrift heraus gegeben. Mit Dankbarkeit und auch ein wenig Stolz wird darin noch einmal die beachtliche Entwicklung unseres Vereins in Erinnerung gerufen; und wir werfen auch einen Blick in die Zukunft.

 

Ende der 1990er Jahre bemängelten zahlreiche Bürger*innen, dass sich viele ältere Menschen überfordert, ausgegrenzt oder vergessen fühlten. Deshalb gründete Luitgard Schneider gemeinsam mit einigen Gleichgesinnten am 09. Mai 2000 gegen alle Bedenken den Verein „Seniorenforum Schorndorf e.V.“, dem sie bis zum Jahr 2006 vorstand; sie wurde anschlie-ßend  zur Ehrenvorsitzenden gewählt. Ihr Nachfolger war Walter Irion bis 2011. Danach leitete Falk Dieter Widmaier den Verein bis 2015; seither bin ich 1. Vorsitzender. Im Jahre 2010 hat die Stadt das Seniorenforum in Würdigung der geleisteten Arbeit mit der Daimler-Medaille ausgezeichnet.

 

Die Gründer*innen wollten Kontakte fördern, Hilfesuchende  beraten und informieren, Veran-staltungen organisieren und vernetzen sowie Öffentlichkeitsarbeit im Sinne der Senior*innen betreiben.  Es dauerte fast vier Jahre, bis auch die Verwaltungsspitze und der Gemeinderat vom Nutzen des Vereins überzeugt waren und am 18. März 2004 das Seniorenforum als Stadtseniorenrat anerkannten. Dennoch war die Einbeziehung des Seniorenforums in die kommunalen Entscheidungsprozesse fast eineinhalb Jahrzehnte lang unbefriedigend. Bis endlich am 07. Februar 2018 der Beschluss gefasst wurde, dass das Seniorenforum eine beratende Stimme in allen öffentlichen Sitzungen des Gemeinderates und seiner Ausschüsse bekommt, sofern Belange der älteren Menschen berührt sind. Damit wurde auch die vertrau-ensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Seniorenforum und der Stadtverwaltung spürbar intensiviert.

 

Unser Verein hat sich mit den Jahren prächtig entwickelt. Von ursprünglich 26 Grün-dungsmitgliedern im Jahre 2000 ist das Seniorenforum bis zum Beginn des Corona-Lockdowns (März 2020) auf 600 Mitglieder angewachsen. Wir sind dankbar, dass diese uns auch in den schweren Zeiten, in denen keine Veranstaltungen stattfinden können, die Treue halten. Und wir hoffen mit Ihnen, dass bald wieder Bedingungen herrschen, unser lebendiges Vereinsleben fortsetzen zu können. Seit einem Jahr dürfen die wichtigen Seniorentreffs nicht mehr stattfinden. Alle Veranstaltungen wie die stets beliebten Vorträge, Ausflüge, Kino- und Theaterbesuche, Modenschauen, Betriebsbesichtigungen uvm. mussten abgesagt werden. Sogar die geplante Seniorenmesse, unsere Mitgliederversammlung 2020 und die Adventsfeier mussten storniert werden. Nichtsdestotrotz lebt der Gründergeist unvermindert weiter; er ist wegen des rapide voran schreitenden demografischen Wandels sogar wichtiger denn je.

 

Neben den zahlreichen informativen und geselligen Veranstaltungen hat das Seniorenforum in seiner jungen Geschichte schon viele Initiativen ergriffen und Spuren hinterlassen: es wurden diverse Sitzbänke im Stadtgebiet aufgestellt; viele Firmen und Dienstleistungs-unternehmen wurden und werden für den „seniorenfreundlichen Service“ zertifiziert;  wir haben Bewegungs- und Erlebnis-Parcours eingerichtet und unterstützen weitere bewe-gungsfördernde Aktivitäten; in regelmäßigen Abständen werden Seniorenmessen organisiert (sofern eine Pandemie das nicht verhindert); wir haben 2000 SOS-Rettungsdosen an ältere Menschen verteilt; wir haben EDV-Anfängerkurse durchgeführt und die Mentor*innen unseres Internet-Cafés (Digital-Kompass-Standort)  verhelfen ungeübten Senior*innen zu mehr Kompetenz im Umgang mit neuen Medien; wir unterstützen das Projekt „Gut und aktiv älter werden in Schorndorf“; unsere Wohnberater geben Anregungen für den seniorengerechten Umbau von Wohnungen und Häusern; und im Gemeinderat vertreten wir die Interessen der älteren Menschen und setzen uns für ein gutes Miteinander aller Genera-tionen in unserer Stadt ein.  

 

Unsere wichtigsten kommunalpolitischen Themen sind: eine würdevolle und bedarfsgerechte Pflege; mehr kleinere, seniorengerechte und bezahlbare Wohnungen; altersgerechte Wohn-formen; eine seniorenfreundliche Entwicklung der Kernstadt und der Teilorte; Berücksichti-gung der Interessen älterer und mobilitäts-eingeschränkter Personen bei der Planung neuer Mobilitäts-Konzepte;  aktive Förderung der Wohnquartiere und nicht zuletzt Beschleunigung der Digitalisierung auch bei älteren Menschen, um damit ihre Selbständigkeit und Teilhabe zu fördern. Aktuell kommt noch hinzu, dass wir alle Maßnahmen aktiv unterstützen, die geeignet sind, die Corona-Pandemie zu bändigen und die ersehnte Lebensqualität wieder herzustellen.

 

Auch in Zeiten der Kontaktbeschränkungen ist uns ein „guter Draht“ zu all unseren Mitglie-dern besonders wichtig.  Wir bemühen uns deshalb sehr, durch Rundschreiben, Geburtstags- und Adventsgrüße, auch mit der vorliegenden Festschrift, sowie über Pressemitteilungen die Verbindung mit ihnen aufrecht zu erhalten. Denn unsere Mitglieder sind das wertvollste Kapital des Seniorenforums.  Durch sie und mit ihnen lebt der Verein. Ihre beeindruckende Zahl findet zudem in der Öffentlichkeit große Beachtung; und sie hilft uns enorm, berechtigte Anliegen der älteren Menschen mit Nachdruck zu vertreten.

 

In der Vergangenheit haben viele aktive Mitglieder geholfen, Verantwortung zu übernehmen und die Arbeit des Seniorenforums zu unterstützen; dafür gebührt ihnen Dank und Aner-kennung. Wir sind auch darauf vorbereitet, das Vereinsleben zu revitalisieren, sobald das Infektionsgeschehen dies zulässt. Aber es ist nun mal in einem Senioren-Gremien unvermeid-lich, dass Mitglieder alters- oder gesundheits-bedingt ausscheiden. Wir appellieren daher an die Generation 60plus, uns beizeiten zu unterstützen und sich nebenbei auch für eine Optimie-rung der Bedingungen für den eigenen letzten Lebensabschnitt rechtzeitig einzusetzen. Viele Ehrenamtliche haben zudem die angenehme Erfahrung gemacht, auch im fortgeschrittenen Alter noch nützlich zu sein. Außerdem möchten wir mit einem weit verbreiteten Vorurteil aufräumen: Wir sind nicht nur ein Verein der älteren Menschen, sondern auch eine Solidargemeinschaft für ältere Menschen. - Und: Für eine Mitgliedschaft ist es nie zu früh!!!

Wir freuen uns über jede Unterstützung und aktive Mitarbeit. Denn niemand sollte mit dem Gefühl leben müssen, überfordert, ausgegrenzt oder vergessen zu sein.

 

Dr. Heinz-Jürgen Kopmann                            Seniorenforum Schorndorf e.V.- Stadtseniorenrat

Vorsitzender                                                  Grabenstraße 28, 73614 Schorndorf

Seniorenforum Schorndorf e.V.                    Telefon: 07181-259864

Stadtseniorenrat                                            www.seniorenforum-schorndorf.de

 

                                                                       info@seniorenforum-schorndorf.de

 abgesagt

Hartmut Lehmann

Vorsitzender Seniorenrat Waiblingen

Sprecher Öffentlichkeitsarbeit SSR

Tel. 07151-562530

hartmut.lehmann@gmx.de

   

                                                                               04.03.2020

                                                                                          

Mein Smarthome - Unterstützung beim selbst bestimmten Altwerden in den eigenen vier Wänden

 

Was heute als purer Komfort und Luxus für die Möglichkeiten eines vernetzten Heimes scheinen, kann im Alter, wenn die Gesundheit und die Beweglichkeit nicht mehr so richtig mitspielen, sehr unterstützend sein. Auch für Betreuende und Pflegende kann dies sehr hilfreich sein, speziell aus der Ferne.

In einem Vortrag von Stadtseniorenrat Hartmut Lehmann am 2. April 2020 um 15:30 Uhr im Forum Mitte, Blumenstr. 11 in Waiblingen werden die Aspekte

  • Komfort und Lebensqualität

  • Haushalt und Versorgung

  • Sicherheit und Privatsphäre

  • Kommunikation und soziales Umfeld

  • Gesundheit und Pflege

  • Sicherheit im Heimnetz

  • Zukünftige Entwicklungen

dargestellt. Es wird auch aufgezeigt, wie das Tablet oder das Smartphone immer mehr zum Zentrum des Lebens in den eigenen vier Wänden werden kann. Das Smarthome-System des Vortragenden wird auch praktisch über Netzwerk demonstriert. Zuvor können Sie sich zu Kaffee und Kuchen treffen. Der Eintritt ist frei.

Auskunft: Hartmut Lehmann, Tel. 07151-562530 oder hartmut.lehmann@gmx.de

 

 

Verleihung der Bürgermedaille 2019

Waltraud Bühl trat 1973 ins Deutsche Rote Kreuz ein und gestaltete nach 1977 maßgeblich den Aufbau des Ortsvereins Weinstadt. Sie rief die beiden Jugendrotkreuzgruppen ins Leben und engagierte sich als stellvertretende Kreisbereitschaftsleiterin. Später wurde sie Mitglied im Stadtseniorenrat und ist seit 2010 dessen Vorstandssprecherin. Seit 2017 ist sie Vorsitzende des Kreisseniorenrats Rems-Murr sowie aktiv im Landesseniorenrat.

 

OB Michael Scharmann und Waltraud Bühl bei der Verleihung

linkes Bild (von links nach rechts): Brigitte Wiedenmann, Melanie Schwarz, Hiltrud Nehls, Landrat Dr. Richard Sigel, Claudia Tanas, Guelden Aygün-Sagdic (vorne), Agnes Gallus (zuständige Fachbereichsleiterin für den Pflegestützpunkt), Petra Gentner (vorne), Stefanie Böhm

 

rechtes Bild (von links nach rechts): Petra Gentner, Brigitte Wiedenmann, Agnes Gallus (zuständige Fachbereichsleiterin für den Pflegestützpunkt), Melanie Schwarz, Claudia Tanas, Guelden Aygün-Sagdic, Stefanie Böhm

 

Erweiterung des Pflegestützpunktes im Rems-Murr-Kreis – Einweihung neuer Standort Backnang

 

Pflegestützpunkt im Kreis seit 2011

Im März 2008 hatte die Bundesregierung das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz beschlossen, um unter anderem die ambulante Versorgung im Pflegefall zu verbessern. Wohnortnah sollten sogenannte Pflegestützpunkte eingerichtet werden, um Hilfesuchenden rund um das Thema stationäre und ambulante Pflegeangebote Rat und Hilfe anbieten zu können - und zwar neutral und kostenfrei. Rund fünfzig Pflegestützpunkte wurden in Baden-Württemberg mittlerweile eingerichtet. Für den Rems-Murr-Kreis wurde der Pflegestützpunkt im Januar 2011 in Waiblingen mit 1,5 Vollzeitstellen eingerichtet.  Seit dem 1.1. 2019 ist er mit 2,0 Vollzeitstellen besetzt. Die Träger sind zu je einem Drittel der Landkreis, die Pflegekassen sowie die gesetzlichen Krankenkassen. Dennoch ist die Beratung strikt neutral.

Da sich zeigte, dass die Kapazitäten nicht ausreichend sind, konnte erfolgreich nachverhandelt werden, sodass landesweit nun 203 Vollzeitstellen für die Pflegestützpunkte festgelegt wurden. Dem Kreis stehen somit acht Vollzeitstellen zu. Der Kreistag beschloss im Mai dieses Jahres, diese acht Vollzeitstellen komplett auszuschöpfen. Neben dem Hauptsitz in Waiblingen (Mittelbereich Waiblingen-Fellbach) werden noch Zweigstellen in Backnang (Mittelbereich Backnang-Murrhardt) und Schorndorf (Mittelbereich Schorndorf-Welzheim) eingerichtet. Bereits zum 1. Dezember nimmt die Stelle Backnang den Betrieb mit 1,5 Stellen auf, ab dem 1. Juli 2020 kommt dann noch einmal 1 Stelle dazu. In Schorndorf werden zum 1. Juli 2020 2,5 Stellen eingerichtet und gleichzeitig wird die Hauptstelle in Waiblingen noch von zwei auf drei Vollzeitstellen aufgestockt.

Werner Geiser, Altenhilfefachberater im Kreissozialamt Waiblingen, freut sich über die zusätzlichen Stellen: „Im Vergleich zu vorher ist das ein gewaltiger Schritt nach vorne.“ Nicht nur, dass die Stellenzahl erhöht wurde, auch die Finanzierung derselben wurde von bisher 84.000,- Euro für den gesamten Pflegestützpunkt auf 102.210,- Euro pro Stelle erhöht. Die Beträge enthalten Personal-, Sach- und Gemeinkosten und sind als Obergrenze zu sehen. Die Trägerregelung gilt weiterhin.

 

Neutrale, kostenlose und individuelle Beratung

Melanie Schwarz ist gelernte Krankenschwester und Case Managerin. Sie arbeitet als eine von drei Teilzeitkräften im Pflegestützpunkt Waiblingen und freut sich über die Verstärkung im Kreis. „Wir bieten sowohl allgemeine als auch bedarfsorientierte und individuelle Beratung, neutral und vor allem kostenlos an,“ erklärt sie. Sowohl die telefonische wie auch die persönliche Kontaktaufnahme ist dabei möglich. Selbst Hausbesuche werden gemacht. Generell gilt, dass die Pflegeberatung für alle Bürger im Rems-Murr-Kreis zur Verfügung steht. Jedoch konzentriert sich die individuelle Beratung auf die gesetzlich Versicherten, da für privat Versicherte andere Regelungen gelten. Doch auch diese können sich zumindest informieren, wer und wie für sie zuständig ist, beispielsweise die Pflegeberatung Compass. „Die Anfragen haben in den letzten Jahren zugenommen“, berichtet Schwarz. Und sie sind sehr weit gefächert – da geht es um präventive Beratung, bei der man sich vorab über die verschiedenen Pflegemöglichkeiten informiert, bevor der Ernstfall eintrifft. Auch Angehörige erkundigen sich für Familienmitglieder. Alle Altersklassen sind vertreten, denn Pflege betrifft nicht nur die ältere Generation, auch Kinder oder jüngere Erwachsene können betroffen sein. „Wir übernehmen eine Lotsenfunktion in der Beratung“, beschreibt Case Managerin Schwarz ihre Aufgabe. Sie und ihre Kolleginnen Guelden Aygün-Sagdic, Brigitte Wiedenmann, Claudia Panas und Petra Gentner durchforsten die möglichen Hilfsangebote und suchen heraus, was im individuellen Fall passen könnte. Häufig sind die Angehörigen mit dabei, denn auch der Familienkontext ist wichtig, um ein passenden Angebot erstellen zu können. Bei der Beratung wird auf die unterschiedlichen Bedürfnisse eingegangen. Etwa eine Stunde wird pro Beratung eingeplant, für gewöhnlich klappt es mit einem Termin innerhalb weniger Tage.

Konkret geht es um folgende Fragestellungen: Welche vorsorgerechtlichen Maßnahmen sollten ergriffen werden, wer sind die nächsten Verwandten, gibt es Vollmachten für den Ernstfall? Welche Pflegemaßnahmen können für das Zuhause eingeplant werden – Pflegehilfsmittel, mobile Pflegedienste? Wie können pflegende Angehörige unterstützt und entlastet werden? Welche finanziellen Möglichkeiten gibt es? Welche Leistungen der Pflegeversicherung stehen zur Verfügung? Welche Anträge können gestellt werden? Sind keine Angehörigen vorhanden – welche Ämter sind für die Unterstützung zuständig? Welche Kosten kommen auf mich zu? Wie kann der Alltag organisiert werden, beispielsweise durch entsprechende Hilfsmittel, Umbauten, Dienste? Auch zu den Themen Demenz und Alzheimer erteilt der Pflegestützpunkt weiterreichende Auskunft.

 

Allerdings geht es oft nicht um vorausschauende Planungen, sondern um Akutsituationen, in denen schnelle Hilfe Not tut – was sind die nächsten Schritte, wenn jemand unerwartet plötzlich zum Pflegefall wird oder die Pflegeperson ausfällt? Dies kann häufig bereits am Telefon geklärt werden.

Für die Mitarbeit im Pflegestützpunkt gelten bestimmte Qualifikationen, die durch Weiterbildungen ergänzt werden. Erfahrung in den Bereichen Pflege und Medizin sind von Vorteil. „Wir bieten ein Tandem aus Pflege und Sozialarbeit“, so Melanie Schwarz. Leider kann nicht in allen Fälle geholfen werden. So können beispielsweise über den Pflegestützpunkt keine stationären Pflegeplätze vermittelt werden. Die Koordination zwischen Pflegeeinrichtungen ist schwierig, da sich die Platzsituation täglich ändert. Zumindest Listen der möglichen Einrichtungen können ausgegeben werden, damit man sich diese nicht selbst heraussuchen muss – besonders bei der Suche nach spontan benötigten Kurzzeitpflegeplätzen ist dies eine große Erleichterung. Zudem können oft auch mögliche Wartezeiten und Kosten vorab bei der telefonischen Anfrage geklärt werden.

 

Neuer Standort des Pflegestützpunktes in Backnang eingeweiht

Alles in allem wird das Angebot des Pflegestützpunktes sehr gut angenommen. Daher ist es besonders erfreulich, dass Anfang Dezember 2019 ein weiterer Standort des Pflegestützpunkts mit 1,5 Stellen im Landratsamt Backnang eingerichtet werden konnte. Im Juni 2020 wird eine weitere Stelle dazukommen. Neben den Waiblinger Mitarbeiterinnen Melanie Schwarz, Brigitte Wiedenmann und Guelden Aygün-Sagdic stellten sich zur Einweihungsfeier als Beraterinnen für Backnang Petra Gentner und Claudia Panas vor. Gentner, zuvor als Krankenschwester und in der häuslichen Versorgung tätig, liegt besonders das eigenständige Leben im häuslichen Umfeld am Herzen. Ihre Kollegin Panas hat als examinierte Altenpflegerin festgestellt, dass der Beratungsbedarf im Hinblick auf die Pflege immer stärker ansteigt. Anhand einer Präsentation wurden die verschiedenen Fragestellungen, die sich beim Thema Pflegebedürftigkeit auftun, dargestellt, ebenso die unterschiedlichen Möglichkeiten, individuelle Maßnahmenpakete aufzuzeigen und zu erstellen, damit für jeden Fall eine passende Lösung gefunden werden kann. Dazu gehört etwa, das persönliche Umfeld zu analysieren, mögliche finanzielle Hilfen aufzutun, bei Behördengängen und Anträgen zu unterstützen und vor allem abzuklären, welche Versorgungsansprüche im individuellen Fall gelten. Im Anschluss an die Vorstellung des Tätigkeitsbereichs wurden Vertreter verschiedener Organe zu ihren Hoffnungen und Wünschen in Bezug auf die Erweiterung des Pflegestützpunktes befragt. So betonte Landrat Dr. Richard Sigel, dass die Pflege ein zunehmend wichtiges Thema sei. Notwendig sei die Nähe zum Menschen. Besonders im Bereich der Kurzzeitpflege bedauerte er Engpässe und dass es oft nicht möglich sei, entsprechende Plätze vor Ort anzubieten. Der erste Bürgermeister der Stadt Backnang, Siegfried Janocha, wies darauf hin, dass es schon lange der Wunsch der Seniorenvertreter gewesen sei, einen Stützpunkt in der Stadt einzurichten. Kurze Wege seien wichtig, ebenso auch die neutrale und unabhängige Beratung. Eine wertvolle Ergänzung sah er zudem in der ehrenamtlichen Tätigkeit von Seniorenwerkstatt, Seniorenbüro und Kreisseniorenrat. Hiltrud Nehls, Geschäftsführerin der AOK Bezirksdirektion Ludwigsburg-Rems-Murr, betonte, dass mehr Personen als früher einen Anspruch auf Pflegeleistungen haben. Dies liegt an der Umstellung von drei Pflegestufen in nunmehr fünf Pflegegrade. In den Landkreisen Rems-Murr und Ludwigsburg leben etwa 20.000 Pflegebedürftige. Sie wies auf den PflegeTÜV hin, durch den eine bessere Bewertung von in Frage kommenden Pflegeheimen nun möglich sei. Auch wenn es rein statistisch gesehen mit der pflegerischen Versorgung gut aussehe, gebe es tatsächlich vor Ort Versorgungslücken, so Rainer Wiesner, Vertreter des Kreispflegebeirates. Oft finde man keine ausreichenden Plätze da, wo sie tatsächlich benötigt werden. Um die notwendige Versorgung sicherzustellen, müssten Ehrenamt, Nachbarschaft und professionelle Hilfe miteinander verknüpft werden. Die Vorsitzende des Kreisseniorenrats Waltraud Bühl betonte, dass viele Betroffene nicht wüssten, welche Möglichkeiten es für sie gibt, Unterstützung im Alter zu bekommen, besonders auch in Bezug auf bauliche Hilfen und Hilfsmittel, um möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben zu können. Sie rief dazu auf, achtsam zu sein und nicht wegzuschauen, wenn Bedürftigkeit ersichtlich ist. Zudem bestehe kein Anlass, sich dafür zu schämen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sozialdezernentin Stefanie Böhm fasste zusammen: Es gibt noch einiges zu tun, Landkreis und Kommunen sind gemeinsam gefragt. Der Ausbau des Pflegestützpunktes ist ein wichtiger Schritt, die Beratung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zu stärken.

 

Weitere Informationen zum Pflegestützpunkt gibt es im Landratsamt Waiblingen, Alter Postplatz 10, 71332 Waiblingen, Telefonnummer 07151-5011657 und 5011658. Auch per E-Mail sind die Beraterinnen zu erreichen: pflegestuetzpunkt@rems-murr-kreis.de. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr sowie donnerstags von 13:30 Uhr bis 18 Uhr.

 

Die Außenstelle des Pflegestützpunkts in Backnang ist im Landratsamt Backnang, Erbstetter Str. 58, 71522 Backnang, zu erreichen. Telefon 07191/8954140 oder 07191/ 8954157. E-Mail-Anfragen ebenfalls unter pflegestuetzpunkt@rems-murr-kreis.de. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr sowie donnerstags von 13:30 Uhr bis 18 Uhr.

 

Pünktlich zur Eröffnung der Außenstelle des Pflegestützpunktes wurde der „Seniorenwegweiser“ neu aufgelegt. Hier finden sich zahlreiche Informationen zu Beratung, Kontaktstellen, Hilfen, Wohnen im Alter und Pflege. Der Wegweiser ist in Papierform beim Landratsamt sowie als PDF-Datei auf der Homepage der Kreisverwaltung erhältlich: www.rems-murr-kreis.de, Suchbegriff „Seniorenwegweiser“

 

Autor: Simone Schneider-Seebeck, in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Rems-Murr-Kreis

Digitalen Keller aufräumen

 

Im Rahmen der Fellbacher Weltwochen 2019 gab es einen Vortrag zum Digitalen Nachlass -

oder Ewiges Leben im Netz? Dies ist bereits der zweite Vortrag des Stadtseniorenrat  in

Fellbach zu diesem Thema nach der Kooperation mit dem Seniorentreff Oeffingen und

der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Alle reden von Vorsorge, Betreuungs- Patienten Verfügung. Aber das  viele von uns auch eine
Identität im Netz aufgebaut haben, ist oft weniger bewusst. Online - Banking, soziale
Medien oder einfach eine E-Mail-Adresse und ein Konto z.B.Mitgliedskonto - man vergiss
schnell, das man sich irgendwo registriert hat  und wer das alles erbt, hat seine liebe Mühe damit.

Hans Moser vom Stadtseniorenrat Tübingen e.V. hat sich mit Konzeption zur rasanten

Entwicklung und Verbreitung der Technik vorgestellt. Die neu Entwicklung und Verbreitung

bringt Chancen (Mobilität) und Risiken (Verlust, Missbrauch). Ziel der Veranstaltung des

Stadtseniorenrat Fellbach ist eine souveräner Umgang durch besseren Überblick.

Hinweis was muss geprüft werden und wer bestimmt meine Daten. Die Teilnehmer

erhielten zahlreiche Tipps zur Datenvermeidung, wie Zugänge, Passwörter, Verträge

Mitgliedschaften. Dazu sollte man unbedingt ein Verzeichnis als Papier oder Datei anlegen.

Wichtig ist ebenfalls Personen (Vollmachten und Verwalter)  zu benennen und ein zu beziehen.

Risiko Daten im Augen behalten und Digitale Daten immer wieder aufräumen.

Die Teilnehmer waren sehr engagiert und interessiert, es wurde zahlreiche Probleme

diskutiert und hinterfragt. Am Abschluss gab es reichlich Beifall für den Referenten .

Es gab auch den Wunsch diesen Vortrag im Jahr 2020 nochmals durchzuführen.

 

(K.H.Häußermann)

20.01.2020

 

Von l.n. r. :  Schriftführer Ortseniorenrat (OSR) Auenwald Werner Kraft, Beisitzer OSR Werner Bäßler, Marktleiterin NETTO Frau Glassl, Vorsitzender OSR Karl-Heinz Pscheidl, Vorsitzende OSR Gudrun Hanel, Beisitzerin OSR Annemarie Hehenberger

 

Mitfahrbänkle

   

Durch Initiative  des Ortsseniorenrats Auenwald hat der Einkaufsmarkt –NETTO- in Mittelbrüden ein sog. „Mitfahrbänkle“ angeschafft und dieses im Vorraum der NETTO-Filiale gegenüber der Verkaufstheke der Bäckerei Scholl aufgestellt.

Sinn und Zweck soll sein:

  

Speziell unsere älteren Mitbürger, die ohne Fahrzeug im Netto-Markt einkaufen, sollen nicht die Einkaufsware nach Hause schleppen müssen, sondern können sich auf das „Mitfahrbänkle“ setzen und warten, bis sie von einer Person, die dort auch ihren Einkauf getätigt hat, mitgenommen wird.

 

 

Aufruf an alle Mitbürger, die im NETTO-Markt einkaufen :

Wenn Personen auf dem „Mitfahrbänkle“ sitzen, fragt diese bitte, ob sie mitgenommen werden wollen.

 

Diese Bank ist jedoch nicht als Vesperplatz gedacht!

 

10.11.2019

 

Ulrich Lenk, Fraktionsvorsitzender FDP/FW Kreistag Rems-Murr

Peter Mauch, Beigeordneter, Leiter Bauamt, Gemeinde Kernen

Karl-Ulrich Templ, Stv. Direktor, Landeszentrale Politische Bildung

von links nach rechts

 

 

Kreisseniorenrat informiert sich bei seiner Mitgliederversammlung  über die Altersarmut .

 

Am 17.10.2019 fand in Kernen die diesjährige Mitgliederversammlung des Kreisseniorenrats (KSR ) statt. Die Vorsitzende, Waltraud Bühl, begrüßte die Gäste und gab einen Bericht über die Aktivitäten  des KSR ab. Grußworte kamen vom Beigeordneten der Gemeinde Kernen Peter Mauch und  Ulrich Lenk, Fraktionsvorsitzender der FDP-FW Fraktion im Kreistag.

Neueste Informationen über die Pflegestützpunkte erhielt die Versammlung vom Altenhilfeplaner des Landkreises, Werner Geiser. Es sieht nun so aus, dass im Kreis insgesamt acht Vollzeitstellen genehmigt sind. Drei Vollzeitstellen sind in Waiblingen angesiedelt. Je 2,5 Stellen gehen nach Backnang und Schorndorf.

Es folgten die üblichen Regularien wie Kassenbericht und schließlich die Entlastung der Schatzmeisterin Christa Cepa-Reitzel und des Vorstands.

Es ist schon Tradition, dass zur Mitgliederversammlung  Referenten eingeladen werden.  Es war dieses Jahr möglich, Herrn Karl-Ulrich  Templ, stellvertretender Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, für ein Referat zu gewinnen.  Sein Thema war „ Altersarmut im Rems-Murr- Kreis“.

Er führte zunächst aus, dass der Rems-Murr- Kreis mit seinem  Altenhilfeplan gut gerüstet ist, zumindest in nächster Zukunft.  Was heißt das nun, arm sein ? Nach einer Definition der EU ist jemand arm, wenn ein  Mindestmaß an Lebensstandard nicht mehr gewährleistet ist. In Deutschland betrifft das ungefähr 12,9 Millionen Menschen. Sie erhalten die sogenannte Grundsicherung von
424 € pro Monat zuzüglich  angemessene Kosten für die Wohnung. Wer gilt demnach als armutsgefährdet ?  Zunächst sind das Personen mit unterbrochener Erwerbsbiografie, also Frauen, die sich der Kindererziehung gewidmet haben , weiter Personen mit grundsätzlich niedrigem Einkommen, also in prekären Erwerbszweigen, wie z.B. Paketboten,  dann Menschen mit Migrationshintergrund und schließlich Geringqualifizierte und Kinder.

Eine Verschärfung des Problems kommt in den kommenden Jahren dadurch hinzu, dass die Renten sicher nicht sehr steigen werden, die Mieten aber wohl. Mangelnder bezahlbarer Wohnraum wird sich auch im Bereich der Altersarmut auswirken.

Der Anteil der Grundsicherungsbezieher wird bis zum Jahr 2040 von 3 % auf 25 % steigen.

Die Frage, was kann man tun, was kann Politik tun, stand im Raum. Eine Antwort auf das Thema Altersarmut im Rems-Murr- Kreis konnte Herr Templ in diesem speziellen Fall nicht geben, denn es ist ungeheuer schwer Daten zu bekommen. Oft überwiegt die Scham bei Betroffenen und  sie wollen sich nicht als arm bezeichnen lassen.

Karl-Heinz Pscheidl, ( KSR )

26.10.2019

Erster Platz für den Seniorenrat Kernen

 

 

Beim bundesweiten Wettbewerb „Einsam? Zweisam? Gemeinsam?“ der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) erhielt dem Seniorenrat Kernen den ersten Preis mit dem Projekt „Netzwerk Seniorenrat Kernen“. Am Wettbewerb haben über 600 Organisationen aus dem gesamten Bundesgebiet teilgenommen.

Die Preisverleihung fand am 18. März 2019 im Rahmen eines 2-tägigen Fachkongresses „Einsamkeit im Alter vorbeugen und aktive Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen“ in Berlin statt. Urkunde und Preisgeld in Höhe von 2.000,– Euro wurden von der Bundesministerin Dr. Franziska Giffey und dem Vorsitzenden der BAGSO Franz Müntefering für das Projekt „Netzwerk Seniorenrat Kernen“ überreicht:

 

Der Seniorenrat in Kernen bietet einen umfassenden Verbund von Projekten unter dem Motto „Ältere für Ältere“. Das Angebot umfasst fast alle Lebensbereiche: Ehrenamtliche helfen beim Schriftverkehr mit Ämtern und Unternehmen, bei kleineren Reparaturen im Haushalt, bei der altersgerechten Anpassung der eigenen vier Wände, mit Fahrdiensten und beim Üben alter und Erlernen neuer Kompetenzen.

 

Stellvertretend für den Seniorenrat Kernen nahm der Vorsitzende Otto Förstner die Urkunde entgegen. Mitgereist waren auch noch weitere Mitglieder des Seniorenrats Kernen, der Projektverantwortliche Reinhard Urbanke, die Seniorenlotsin Monika Schützinger sowie der frühere Vorsitzende Jürgen Hepperle, der an der Diskussionsrunde mit den Preisträger*innen teilnahm.

 eilgenommen. 

Das interessante Tagungsprogramm umfasste Filmbeiträge über das Leben älterer Menschen, Diskussionen und Vorträge über kommunale Strategien sowie Fachforen zu Einsamkeit und sozialer Isolation. Gleichzeitig fand ein „Markt der Möglichkeiten“ statt, an dem sich die Preisträger mit einem eigenen Stand präsentieren konnten.

 

Die Fachkongress-Teilnehmer des Seniorenrates Kernen waren sehr angetan von den vielfältigen Aktivitäten und Initiativen, die für Ältere angeboten werden. Mitgenommen wurden zahlreiche Anregungen, u. a. ist ein neues Angebot für die früheren Gastarbeiten und Gastarbeiterinnen im Rentenalter geplant. Beigetragen zu der gelungenen Veranstaltung hatten nicht zuletzt die offene Atmosphäre sowie die großzügige Unterstützung durch die Veranstalter und die Gemeindeverwaltung Kernen.

 

  

Reinhard Urbanke                                                         Kernen, 25. März 2019

Seniorenrat Kernen

 

www.seniorenrat-kernen.de 

 

 

23 der 46 ausgezeichneten Einzelhändler und Dienstleister haben sich Siegel und Urkunde bei der Verleihung im Seniorenbüro persönlich abgeholt.

Auch die Backnanger Kreiszeitung wurde mit dem neuen Siegel ausgezeichnet. Neben einer Rampe für Barrierefreien Zugang gibt es in der Geschäftsstelle in der Postgasse auch einen Handlauf. 

Fotos: A. Becher 

Neues Siegel für Seniorenfreundlichkeit

46 Backnanger Einzelhändler und Dienstleister als „Seniorenfreundliches Geschäft“ ausgezeichnet

 

Von Silke Latzel 

2008 wurde es das erste Mal, 2011 das bislang letzte Mal verliehen – doch jetzt kommt die Neuauflage in neuem Design und mit neuem Namen: Das Siegel „Seniorenfreundlicher Service“ heißt von nun an „Seniorenfreundliches Geschäft“. Und so dürfen sich 46 Backnanger Einzelhändler und Dienstleister ab sofort offiziell nennen.

BACKNANG. Aus dem „Seniorenfreundlichen Service“ wurde das „Seniorenfreundliche Geschäft“. Klingt eigentlich genauso gut, doch wieso diese Namensänderung? Weil es laut Seniorenvertreterin Rosemarie Baur-Schwozer Probleme mit dem Urheberrecht des Namens und auch des Designs gab. „Wir durften beides nicht mehr benutzen und mussten uns quasi neu erfinden.“

Von 16 Kriterien müssen 12 erfüllt werden

Ziel des Siegels ist es, Backnang seniorenfreundlicher zu machen. Es soll Geschäfte kennzeichnen, die auf die Bedürfnisse älterer Menschen eingehen, zum Beispiel über eine Rampe verfügen, sodass man auch mit Rollstuhl oder Rollator gut ins Geschäft kommt. Aber auch Sitzmöglichkeiten in den Gebäuden selbst oder eine gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel sind Kriterien für die Seniorenvertreter der Stadt, die das Siegel vergeben haben.

Insgesamt gab es 16 Kriterien, nach denen die Händler bewertet wurden – mindestens zwölf mussten am Ende erfüllt werden um das Siegel zu erhalten. „Und wir haben dann noch eine 17. ’freie’ Kategorie hinzugefügt, in der die Geschäfte mit Dingen punkten konnten, die nicht durch unseren Fragebogen abgedeckt waren, aber trotzdem seniorenfreundlich sind“, erklärt Baur-Schwozer, „beispielsweise sind Handläufe an Treppen zwar erst ab einer gewissen Stufenanzahl Pflicht.“ Aber ihn auch unter dieser Zahl schon zu haben, sei für Senioren, die in diesem Geschäft einkaufen möchten und vielleicht etwas wacklig auf den Beinen sind, sehr hilfreich.

Baur-Schwozer betont, dass die Arbeit rund um das Siegel nicht einfach gewesen sein. „Vielleicht hätten wir uns nicht an dieses Projekt gewagt, wenn wir gewusst hätten wie lange es dauert“, sagt sie und spricht von einer „schweren Geburt“. Die Stadt Backnang habe hilfreich zur Seite gestanden und zu Beginn des Projekts 64 Geschäfte angeschrieben und nachgefragt, ob Interesse besteht. „Da kamen dann leider nur 15 Rückmeldungen“, so Baur-Schwozer. Doch sie und ihre Kollegen haben nicht aufgegeben, die fehlenden Geschäfte erneut kontaktiert – sowie noch 13 andere, die bislang nicht angeschrieben wurde. Insgesamt waren am Ende 74 Geschäfte auf dem Radar der Seniorenvertreter.

 

Alle Geschäfte, die Interesse an dem Siegel hatten, wurden ab November von den Seniorenvertretern besucht – mit einem Fragebogen, „langem Atem und Hartnäckigkeit“ habe man die Geschäfte dann auf ihre Seniorenfreundlichkeit hin getestet. 23 der 46 Ausgezeichneten sind gestern zur Verleihung des Siegels samt Urkunde ins Seniorenbüro gekommen. Ebenfalls anwesend ist an diesem Tag auch Oberbürgermeister Frank Nopper, der sie in seiner Rede mit einem berühmten seniorenfreundlichen Sprichwort begrüßt: „Die Jungen rennen zwar schneller, aber die Älteren wissen die Abkürzung.“ Wenn dies allerdings richtig sei, bräuchte man keinen besonderen Service für Senioren. Deswegen freue er sich, dass Baur-Schwozer, die ab heute keine Seniorenvertreterin der Stadt mehr sein wird, die Initiative ergriffen und das Siegel wiederbelebt habe. 

Geschäfte mit Siegel

Folgende Backnanger Einzelhändler und Dienstleister sind mit dem Siegel „Seniorenfreundliches Geschäft“ ausgezeichnet worden, dass sie ab sofort an ihrem Ladengeschäft anbringen dürfen:

 

Apotheke am Obstmarkt, Arkade Geschenk & Design, Bäckerei Maurer, Uhrenhaus Bauer, Bikesnboards, Brückenapotheke, Radio Burgel, Café Weller, dm-drogeriemarkt, Eiscafé Dolomiti, Etti Taschen & Co, HEM Expert Backnang, Hoffmann Fliesen-Design, Hausgeräte Depot, Johannes-Apotheke, Johannes-Apotheke im Gesundheitszentrum, Lindacher Akustik, Metzgerei Kühnle, Reformhaus Kaliss, Kino Universum, Küche&Design-Trend, Küche&Design GmbH, Metzgerei Idler, Opti-Wohnwelt Gmb, Osiandersche Buchhandlung, Eisdiele Portofino, Raphael-Apotheke Backnang, Rossmann, Landmetzgerei Rupp-Holzwart, Sanitätshaus Maier, Sanitätsgeschäft Schaal,Schiller-Apotheke, Schuh-Profi Boss, Schuh-Profi Waldrems, Schaal – Fachgeschäft für bequeme Schuhe, Sorg Möbel, Stroh.Druck und Medien GmbH Backnang, Hörakustik Stroh, Juwelier Stroh Schmuck und Uhren, Toom Baumarkt, Wäscheträume, Weinhaus Haar, Weltladen Backnang, Betten- und Wäschehaus Windmüller, Parfümerie Wöhrle und Wollstube Wollin.

 

BKZ 30.04.2019 

Verleihung Qualitätssiegel „Seniorenfreundlicher Service“ am 07. Mai 2019 in der Barbara-Künkelin-Halle

 

75 Schorndorfer Händler und Dienstleister wurden für ihren seniorenfreundlichen Service zertifiziert durch das Seniorenforum Schorndorf  - Stadtseniorenrat - in Kooperation mit dem BDS Bund der Selbstständigen und SchorndorfCentro. Edgar Hemmerich, Erster Bürgermeister, überreichte die Urkunden zusammen mit Dr. Heinz-Jürgen Kopmann, Vorsitzender des Seniorenforums.

Jürgen Linsenmaier (BDS), Gerhard Nickel (SchorndorfCentro), Edgar Hemmerich (EBM) sowie Dr. Heinz-Jürgen Kopmann betonten in ihren Grußworten die große Bereitschaft der zertifizierten Unternehmen, sich mit den Bedürfnissen der älteren Menschen auseinanderzusetzen. Wichtig ist nicht nur die Barrierefreiheit, sondern die gesamte seniorenfreundliche Infrastruktur sowie eine besonders einfühlsame, engagierte Beratung.

 

Thaddäus Kunzmann, Demografiebeauftragter des Landes BaWü, führte in seinem Vortrag „Herausforderungen des demografischen Wandels auf kommunaler Ebene“ die Dringlichkeit für die Kommunen vor Augen, bereits heute die Weichen richtig zu stellen. Besonders hingewiesen hat er auf den bevorstehenden Fachkräftemangel, fehlenden bezahlbaren Wohnraum bzw. alternative Wohnformen, die notwendige Digitalisierung, den zu erwartenden Pflegenotstand, der auch nicht durch engagierte Ehrenamtliche aufgefangen werden kann.

 

 

 

Der Kreisseniorenrat hat seinen Zweck und seine Tätigkeitsfelder bei der Senioren Union - Stadtverband Backnang -

am 7. Dezember 2018 vorgestellt.

 

 

 

 

 

von links nach rechts: Wolf-Eberhard von Hennigs (SU), Gerhard Dannwolf (KSR), Waltraud Bühl (KSR), Jürgen Krüger (SU)

 

Digitaler Nachlass

 

Der Normalbürger versteht unter Nachlass oder Erbe  meistens Dinge, die mit Geld verbunden sind, also Immobilien, Geldwerte, Konten. Mittlerweile sind im Zuge der Entwicklung, dass heute fast jeder einen Computer und ein smartphone besitzt und auch nutzt, neue „ erbliche „ Gesichtspunkte aufgetaucht.

 

Wir hinterlassen bei  jeder Benutzung dieser Geräte Spuren im Netz, auch wenn wir diese nicht sehen.

 

Wir speichern persönliche Briefe, emails, Fotos, öffentliche Profile in facebook auf dem Computer oder im smartphone .  Wir haben  Benutzerkennungen, sowie Passwörter für ebay, amazon, paypal und  onlinebanking. Wir beziehen vielleicht kostenpflichtige  Apps und Antivirenprogramme, legen Daten in clouds ab und benützen  whatsapp.

 

Doch wir leben nicht ewig. Was geschieht nach unserem Tod mit all diesen Daten  ? Oder noch viel früher, wir sind durch Krankheit so stark eingeschränkt, dass eine Nutzung   nicht mehr möglich ist.

 

Hier einige Hinweise wie man mit diesem Problem umgehen kann:

 

  • Zunächst  auflisten, welche Plattformen benützt wurden.

  • Zugang zu den relevanten Zugangsdaten herstellen, also Benutzerkennungen sowie Passwörter notieren.

  • Rechtssichere Festlegung treffen, wer in welcher Weise die Auflösung regeln soll, diese Vertrauensperson im Testament festlegen, oder in anderer schriftlicher Form benennen.

  • Was hat mit den privaten Dateien, wie Briefen, Fotos zu geschehen ?

  • Welche Verträge sind zu kündigen. Die Verträge müssen bei  jedem  einzelnen Anbieter gekündigt werden

    Soll das Gerät an  andere Personen verkauft oder verschenkt werden, alle Daten löschen  und das smartphone in den Werkszustand zurücksetzen.

 

Das Internet bietet auch Hilfen an z.b. über das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg

 

Digitaler Nachlassdienst“z.B. https://www.columba.de/de/

 

bzw. „Schutzbrief“: Das beauftragte Unternehmen informiert Internet-Anbieter, mit denen es zusammenarbeitet, über den Verstorbenen, worauf die Internet-Anbieter nach möglichen Konten recherchieren. Dann wird im Sinne des Auftraggebers verfahren. Vorteil: es gehen keine Passwörter an Unbefugte.

 

Der Bundesverband der Verbraucherzentrale empfiehlt:

 

       • Zugangsdaten und Anweisungen, was mit den Konten zu geschehen hat, sicher hinterlegen und für Vertrauensperson(en) der eigenen Wahl zugänglich zu machenhttp://machts-gut.de/downloads/Checkliste_Tipps_Nachlass.pdfoderhttp://imbstudent.donau-uni.ac.at/daten-nach-dem-tod/wp-content/uploads/2016/09/checkliste_digitaler_nachlass.pdf

       • Tipps für Hinterbliebene: http://machts-gut.de/downloads/Checkliste_Tipps_Hinterbliebene.pdf

 

Karl-Heinz Pscheidl, KSR

 

Frau Bühl begrüßt Frau Rahner-Göhring anlässlich des Vortrages am 11.10.2018 über das Digitale Erbe im Seniorentreff in Backnang.

Am Ende der gut besuchten Veranstaltung bedankt sie sich auch im Namen der Zuhörer ganz herzlich.

 

im Dezember 2017

Seniorenclub Weissach im Tal e.V.

 

Scheckübergabe an den Ortsseniorenrates Weissach im Tal durch den Seniorenclub 55+ Weissach im Tal e.V.

 

„Wir unterstützen gerne den Ortsseniorenrat bei seinen Bemühungen für unsere Senioren was Gutes zu tun“, so der Vorsitzende des Seniorenclub Weissach im Tal, Roland Schlichenmaier, bei der Übergabe eines Schecks. Bei der Gestaltung des Areals „Ochsengarten“ setzte sich der Ortsseniorenrat (OSR) Weissach im Tal besonders ein, indem er anregte dort etwas für die Gesundheit der Bevölkerung anzubieten. Geräte zur körperlichen Ertüchtigung wurden und werden dort installiert. Da dazu Geld fehlte, entschloss sich der Seniorenclub zu einer Spende in Höhe von 500 Euro. Anlässlich der Clubweihnachtsfeier überreichte Vorsitzender Roland Schlichenmaier (links) einen symbolischen Scheck an den OSR-Sprecher des Klaus Werner.

 

 

                                                                                                                                                             18.12.2017

 

Karl-Heinz Pscheidl

 

Kreisseniorenrat und Orts- und Stadtseniorenräte des Rems-Murr-Kreises besuchen den Landtag

 

Auf Einladung der Landtagsabgeordneten Petra Häffner, GRÜNE, besuchten Mitglieder des Kreisseniorenrats und von Orts- und Stadtseniorenräten des Rems-Murr- Kreises am 15.12.2017 den Landtag in Stuttgart. Leider hatte Frau Häffner wegen einer Ausschusssitzung (NSU) keine Zeit für ein intensives Gespräch. Trotzdem ließ sie es sich nicht nehmen die interessierten Seniorenvertreter zu begrüßen und mit ihnen zusammen zu Mittag zu Essen. Auch ein fröhliches „Grüß Gott“ von Ministerpräsident Kretschmann „gehörte“ zum Programm.  

 

Eine Stunde lang konnte den Abstimmungen zu einem Teil des Etats für die Jahre 2018 / 2019 gefolgt werden. Die einzelnen Positionen (den Abgeordneten natürlich bekannt) des Haushalts über die Beschluss gefasst wurde, waren den Zuhörerinnen und Zuhörern im Detail nicht bekannt. Eine Diskussion über die Positionen erfolgte wohl vorher in den Ausschüssen. Es war für uns Besucher (wie vielleicht auch für die Abgeordneten) leicht ermüdend, auch wenn dank der Sitzungsleitung durch den stv. Landtagspräsidenten Wilfried Klenk zügig abgestimmt wurde. Deutlich wurde aber, dass Demokratie ihren Preis hat, denn während dieser Stunde forderten Abgeordnete der AFD zweimal eine namentliche Abstimmung. Da zieht sich solch ein Verfahren natürlich in die Länge.

Für uns war es trotzdem interessant, so etwas auch einmal mitzuerleben.

18.12.2017            

Volksbank Stuttgart spendet für den Bürgerbus Weinstadt

 

Die Bürgerbus-Testphase ist erfolgreich abgeschlossen. Der StadtSeniorenRat Weinstadt (SSR) wird nun eine genaue Auswertung der Ergebnisse durchführen. Sicher ist aber jetzt schon, dass  das Vorhaben im nächsten Jahr startet. Sicher ist auch, dass der Bürgerbus durch Spenden finanziert werden soll. Der Regionaldirektor der Volksbank Stuttgart/Weinstadt Markus Schmid äußerte sich allgemein sehr positiv zu der Arbeit des SSR und besonders zu diesem Projekt. Er  überreichte Waltraud Bühl, der ersten Vorstandssprecherin des SSR, und ihrem Stellvertreter Bernhard Dippon einen Scheck über 2000 Euro und versprach auch weitere Unterstützung im Rahmen seiner Möglichkeiten. Der SSR bedankte sich bei der Volksbank für diese großzügige Spende.      

 

Verleihung des Bürgerpreises Rems-Murr 2017

                                                                                                                                                                 Juli 2017

Bei der Verleihung des Bürgerpreises Rems-Murr 2017 steht auch der Kreisseniorenrat im Rampenlicht

Die „Initiative Gesundheit im Alter“ des Kreisseniorenrates Rems-Murr (KSR) ist ein Gewinner. Im Rahmen der Verleihung Bürgerpreis Rems-Murr in Waiblingen wurde der KSR in der Kategorie Alltagshelden zum ersten Preisträger gekürt. In seiner Laudatio würdigte Pfarrer Rainer Hinzen vor allem das jahrelange Engagement des Kreisseniorenrates im Gesundheitswesen.

 

„Der Kreisseniorenrat Rems-Murr e. V. engagiert sich seit seiner Gründung im Jahr 2001 unter anderem intensiv in dem Themengebiet ‚Gesundheit im Alter‘ “, so Pfarrer Hinzen. Dabei werde auch zukunftsorientiert gedacht und Themen wie die Telemedizin und moderne Assistenzsysteme aufgegriffen. Die Telemedizin ist ein Bestandteil von Altersassistenzsystemen, einer innovativen Versorgung von Senioren im Alltag. Solche Assistenzsysteme unterstützen im Alltag, indem sie beispielsweise durch sensorische Überwachung anzeigen, ob die Tabletten genommen wurden, ob der Herd noch an ist, wenn man das Haus verlässt, wenn man ungewöhnlich lange im Bett liegt – und vieles mehr.

 

Der Kreisseniorenrat war zudem bei der Planung des Neubaus der Klinik in Winnenden aktiv eingebunden. Den KSR-Vertretern war und ist es dabei sehr wichtig, dass ausreichend Betten für ältere Menschen und Räumlichkeiten zur Reha oder Ergotherapie vorhanden sind. Der Verein biete den Bürgern außerdem den Service von Wohnberatern an, die auf Unterstützungsmöglichkeiten im Kreis hinweisen. Rainer Hinzen betonte außerdem: „In jedem Landkreis gibt es einen Kreispflegeplan, mit dessen Hilfe versucht wird, dass genügend Heimplätze in Pflegeheimen der Region zur Verfügung stehen. An der Erstellung dieses Plans war der Kreisseniorenrat aktiv beteiligt.“

 

Der Verein nehme sich aktiv den Themen, die durch den demografischen Wandel einer immer älteren Altersstruktur entstehen, an und engagiere sich hier weit über das übliche Maß hinaus. „Besonders beeindruckt hat die Jury, dass der Kreisseniorenrat klar aufzeigt, wie die Digitalisierung im Bereich von Altersassistenzsystemen gerade für ältere Menschen neue Chancen bietet“, erklärte Pfarrer Hinzen und fügte an: „Die Senioren können länger in ihrem gewohnten Umfeld leben und erhalten eine bessere gesundheitliche Versorgung.“ Es zeichne sich eine Wechselwirkung ab: Indem ältere Menschen moderne Technik nutzen, findet auch mehr Akzeptanz der neuen Technik statt.

 

Hinzen abschließend: „All das war Anlass genug für die Jury, die Initiative Gesundheit im Alter des Kreisseniorenrats mit dem Bürgerpreis Rems-Murr 2017 auszuzeichnen.“                                                                                    Jük/pm