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Neues vom SeniorenRat Weinstadt

 

Das neue Programm der Seniorenakademie ist da. Hier ein paar Veranstaltungen. Weitere Veranstaltungen und Details zu den Untenstehenden können Sie im Internet in der Homepage des Seniorenrates unter www.stadtseniorenrat-weinstadt.de finden. 

 

6. September Turmuhrenmuseum

28. September Museum "Stiftung Sammlung Nuss"

24. Oktober Führung bei Kakteen Uhlig

15. November Vortrag bei der vhs: Die autoritäre Gefahr

5. Dezember Steiff Museum

23. Januar 2020 Lott Museum

Neues vom Stadtseniorenrat Fellbach

Info zum Digitalen Nachlass
Erstmals veranstaltete der Stadtseniorenrat Fellbach zu diesem Thema unterstützt von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg einen Vortrag.

Digitaler Nachlass beinhaltet alle Online Aktivitäten, Kundenkonten, Online Registrierungen und Online Verträge.

Der Referent Herr Nolte stellte zunächst die Frage wo befinden dich digitale Daten?

Internet, PC, Laptop, Tablet, Smartphone, Online - Banking.

Nach dem Tod gehen alle Rechte und Pflichten auf den Erben über. Nur wenige Verträge sind persönlicher Natur und enden mit dem Tod. Beispiel hierfür: Vereinsmitgliedschaften.

Erben welche die Erbschaft annehmen treten in alle Verträge, d.h. Vererbbarkeit von digitale Daten wie Online (Kauf-)Verträge.

Deshalb ist es sinnvoll den digitalen Nachlass selbst zu verwalten. Es gab zahlreiche Tipps z.B. Überblick über seine

digitalen Daten verschaffen, sicherstellen dass nur jemand Vertrautes zugriff auf die Daten hat.

Wichtig sind auch noch Nachlastlisten wie E-Mail-Konten und soziale Netzwerke zu erstellen.

Nun wurden Fragen aus dem Teilnehmerkreis besprochen und diskutiert.

Der Stadtsenioren wird im Herbst nochmals einen Vortrag zu diesem wichtigen Thema anbieten.

 

Mobilität mit dem Rollator

Eine regelmäßige Veranstaltungen des Stadtseniorenrat ist das von der Präventionsarbeit der Polizei und der Busfirma Schlienz unterstützte Rollator-Training. Die Verkehrswacht Rems-Murr diese hatte vor der Schwabenland-

halle einen Geschicklichkeit Parcours aufgebaut. Sanitätsbedarf Experte Ralph Eishold, erklärt den sachgerechten Umgang mit dem Rollator und überprüft Einstellung und Bremsen.

Auch in diesem Jahr haben sich zwei Dutzend Teilnehmer gemeldet. Mehr Probleme als mit dem Umgang des Rollator

haben viele Senioren jedoch mit dem Ein- und Ausstieg bei Busfahrten. Sie übten vor Ort und erhielten Tipps zur Platzwahl und wie andere Fahrgäste aufmerksam gemacht werden können. Aufgebaut war auch ein Übungsparcours, der

teilweise ebenen Untergrund, unterschiedliche Straßenbeläge auch Bordsteinkanten welche die Barrieren des Alltag deutlich zumachen.

Viele Bushaltestellen sind in Fellbach barrierefrei ausgebaut stellte Karl-Heinz Häußermann 2.Vorstand des Stadtseniorenrates fest.

Juli 2019 

Termin vom Stadtseniorenrat Weinstadt

 

Ausgebucht!!!! 

 Ausflug am Dienstag, 27. August 2019 nach Böbingen und zur Remsquelle in Essingen.

 

Abfahrt 09.00 Uhr mit dem Bus am Busbahnhof Endersbach.

 

Nach Ankunft in Böbingen können wir den Seniorenpark und das Gartenschaugelände am alten Bahndamm erkunden.

 

Im überdachten Pavillon genießen wir von 11.30 – 13.00 Uhr das Mittagessen am längsten Mittagstisch im Remstal. Danach fahren wir weiter nach Essingen zur geführten Besichtigung des Schloßparks. Eine kurze Busfahrt bringt uns anschließend zur Remsquelle. Von dort machen wir eine kleine Waldwanderung. Als Abschluss besuchen wir das Remsgärtle, wo wir uns mit Kaffee, Kuchen, Kaltgetränke und Salzgebäck stärken können.

 

Die Teilnehmer sollten gut fußläufig sein.

 

Kosten pro Person 26,00 Euro für Bus, Mittagessen und Führung.

 

Anmeldungen erbeten beim StadtSeniorenRat bis Mo. 12.08.2019  über E-Mail: buero@stadtseniorenrat-weinstadt.de oder Tel. 07151 272804.

 

      Termine vom Seniorenforum Schorndorf

 

Donnerstag 08. August

 Abfahrt 9.30 Uhr am Bahnhof Schorndorf

 

 „Remstal -  Gartenschau - Fahrt

        vom Ursprung bis zur Mündung“

        mit Besichtigungen von sehenswerten

           schönen Stationen       

         Teilnehmerzahl max. 40 Personen

         Kostenbeteiligung       Mitglieder           15,00

                                             Nichtmitglieder €  25,00

        ausHHHausAnmeldung bis spätestens 31. Juli  2019

         

Donnerstag 05. September

Abfahrt  9.00 Uhr am Bahnhof Schorndorf

 

Ausstellung im Gasometer in Pforzheim

                 „Great Barrier Reef“

            Führung 11.00 Uhr, dann kleiner Imbiss im Bistro Gasometer 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr

danach Weiterfahrt zum Kloster Maulbronn

          Führung 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr   

       Teilnehmerzahl max.  35 Personen

         Kostenbeteiligung         Mitglieder         € 10,00 

                                               Nichtmitglieder € 25,00

           Anmeldung bis spätestens 26.Aug. 2019

          bei Fam. Widmaier  Tel.  07181- 64391

           oder Email: mfd.widmaier@arcor.de

11. LIBERALER SENIORENTAG 2019

06. Juli 2019 - 10:00 Uhr

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 12. Juli feiert das Forum Gesundheitsstandort Baden-Württemberg einjährigen Geburtstag. Grund genug für uns, Ihnen im Rahmen unseres Liberalen Seniorentags dieses spannende Format vorzustellen und der Frage nachzugehen – was bringt mir das?

Dass Gesundheit keine Selbstverständlichkeit ist, kann jeder bestätigen, der über eine gewisse Lebenserfahrung verfügt. Es ist deshalb von besonderer Bedeutung, dass die Politik das Ihre tut, damit die Rahmenbedingungen für die Gesundheitswirtschaft stimmen. Das Forum Gesundheitsstandort beleuchtet die Themenfelder der Zukunft, damit Baden-Württemberg spitze bleibt. Digitalisierung, big data und personalisierte Medizin sind Schlagworte, die neugierig machen. Ich freue mich sehr, in Herrn Professor Kindervater als Geschäftsführer der BIOPRO Baden-Württemberg GmbH einen ausgewiesenen Experten gewonnen zu haben. Er kann als Manager dieses wichtigen Innovationsmotors profunde Einblicke gewähren.

Die Digitalisierung ist in aller Munde. Baden-Württemberg ist nicht nur führend in der Innovation zu Medizinprodukten, Biotechnologie und in der pharmazeutischen Industrie, auch bei Wegen der Konsultation und Behandlung sind wir ganz vorne dabei. Unsere Kassenärztliche Vereinigung hat mit docdirect neue Versorgungs- und Behandlungskonzepte für die ambulante vertragsärztliche Versorgung auf den Weg gebracht. Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, Dr. Norbert Metke, wird uns höchstpersönlich darlegen, welche Perspektiven damit verbunden sind und welche weiteren Trends sich abzeichnen und gestaltet werden können.

Kommen Sie mit uns ins Gespräch, welche Chancen die neuen Trends für jeden Einzelnen bieten. Die gesamte Fraktion und ich freuen uns auf Sie! Seien Sie uns herzlich willkommen.

Ihr

Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL

 

Anmerkung KSR:

Über 240 Anmeldungen gingen ein; der Plenarsaal und teilweise die Besuchertribüne waren besetzt.

Über 600 000 Beschäftigte sind in der medizinischen Versorgung tätig. Die Gesundheitswirtschaft in BW ist mit 12 % an der Bruttowertentwicklung  der drittgrößte Wirtschaftsfaktor neben der Autoindustrie und dem Maschinenbau.

 

Informationen gibt es unter: 

www.bio-pro.de ; www.forum-gesundheitsstandort-bw.de ; www.gesundheitsindustrie-bw.de

 

von links: Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL; Professor Kindervater, Geschäftsführer BIOPRO GmbH; Dr. Metke, Chef Kassenärztliche Vereinigung BW

 

„Alter hat Zukunft – Es liegt an uns!“

 

Großes Interesse am „Landesseniorentag 2019“ in Heilbronn

 

1.800 Seniorinnen und Senioren waren der Einladung des Landesseniorenrates Baden-Württemberg zum 34. Landesseniorentag am 5. Juni 2019 unter dem Motto „Alter hat Zukunft – Es liegt an uns!“ in die Eissporthalle nach Heilbronn gefolgt.

Ermutigung und Wertschätzung war diesmal der Grundtenor aller Redebeiträge. Wertschätzung für die vielen Seniorinnen und Senioren, die sich kommunal und familiär für ihresgleichen und die nachfolgenden Generationen engagieren. Alle Redner ermutigten sie, weiterzumachen, denn wer aktiv sei, bleibe länger gesund.

 

Professor Uwe Bähr, Vorsitzender des Landesseniorenrates, bedankte sich in seiner Begrüßungsrede ausdrücklich beim Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn für dessen Schirmherrschaft und betonte weiter, dass der Landesseniorenrat bereits zum vierten Mal hier Gastrecht genießen dürfe. 2,9 Millionen Menschen in Baden-Württemberg seien inzwischen über 60 Jahre. Für sie gäbe es Gelegenheit, weiterhin Verantwortung zu übernehmen. Dazu stünden 42 Kreisseniorenräte und 180 Orts- und Stadtseniorenräte in Baden-Württemberg bereit. Professor Bähr forderte deshalb noch mehr kommunale Seniorenvertretungen und eine rechtliche Sicherheit für sie. An die Politiker gewandt forderte er mehr Anstrengungen in der Bekämpfung der Altersarmut.

 

Artur Kübler, Vorsitzender des Kreisseniorenrates Heilbronn, betonte, dass Alter auch Freiheit mit sich bringe, dazu viel Lebenserfahrung. Deshalb seien wir keine Bittsteller und Leistungsempfänger, sondern weiterhin Leistungserbringer in der Familie und bei den nachfolgenden Generationen.

 

Harry Mergel stellte als Oberbürgermeister von Heilbronn seine Stadt als eine Kommune des generationenübergreifenden Miteinanders vor. Um der Einsamkeit, besonders im Alter, vorzubeugen, und aus Respekt vor den Menschen, die in der Vergangenheit den Grundstein dafür gelegt haben, dass Heilbronn eine lebenswerte Stadt sei.

 

Professor Dr. Wolf-Dietrich Hammann, Ministerialdirektor im Ministerium für Soziales und Integration des Landes Baden-Württemberg, forderte die Zuhörer auf, das Älterwerden aktiv zu gestalten. Dazu gehöre auch, Ehrenämter anzunehmen. Doch unterläge nicht alles dem Gestaltungswillen der älteren Generation, hier sei die Politik gefragt. Als guten Ansatz sprach Professor Dr. Hammann von „Quartier leben“, dem Projekt, wo Generationen miteinander leben, sich gegenseitig helfen und aktivieren.

 

Franz Müntefering, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO), ermutigte die Zuhörer, sich weiterhin in Gesellschaft und Familie einzubringen. Wer selbstbestimmt leben will, so Franz Müntefering, muss selbst bestimmt leben. Er erläuterte ausführlich, wie alte Menschen ihr Älterwerden selbst beeinflussen können und forderte eine Stärkung der Kommunen, damit sie das Pflegeproblem besser lösen können.

 

Thaddäus Kunzmann, Demografiebeauftragter des Landes Baden-Württemberg, nannte den Quartiersgedanken aufgrund des demografischen Wandels einen wichtigen Ansatzpunkt.

 

Der Landesseniorenrat begrüßt ausdrücklich, dass die Landesregierung Mittel für die Wohnraumförderung im nächsten Landeshaushalt berücksichtigen wird, wie Professor Dr. Hammann in der Podiumsdiskussion erklärte. Weiterhin unterstützen wir die Landesregierung in ihrem Bemühen darum, dass Pflege auch für geringe Renten bezahlbar ist.

 

Presseinformation des Landesseniorenrates vom 06.06.2019

Erster Platz für den Seniorenrat Kernen

 

 

Beim bundesweiten Wettbewerb „Einsam? Zweisam? Gemeinsam?“ der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) erhielt dem Seniorenrat Kernen den ersten Preis mit dem Projekt „Netzwerk Seniorenrat Kernen“. Am Wettbewerb haben über 600 Organisationen aus dem gesamten Bundesgebiet teilgenommen.

Die Preisverleihung fand am 18. März 2019 im Rahmen eines 2-tägigen Fachkongresses „Einsamkeit im Alter vorbeugen und aktive Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen“ in Berlin statt. Urkunde und Preisgeld in Höhe von 2.000,– Euro wurden von der Bundesministerin Dr. Franziska Giffey und dem Vorsitzenden der BAGSO Franz Müntefering für das Projekt „Netzwerk Seniorenrat Kernen“ überreicht:

 

Der Seniorenrat in Kernen bietet einen umfassenden Verbund von Projekten unter dem Motto „Ältere für Ältere“. Das Angebot umfasst fast alle Lebensbereiche: Ehrenamtliche helfen beim Schriftverkehr mit Ämtern und Unternehmen, bei kleineren Reparaturen im Haushalt, bei der altersgerechten Anpassung der eigenen vier Wände, mit Fahrdiensten und beim Üben alter und Erlernen neuer Kompetenzen.

 

Stellvertretend für den Seniorenrat Kernen nahm der Vorsitzende Otto Förstner die Urkunde entgegen. Mitgereist waren auch noch weitere Mitglieder des Seniorenrats Kernen, der Projektverantwortliche Reinhard Urbanke, die Seniorenlotsin Monika Schützinger sowie der frühere Vorsitzende Jürgen Hepperle, der an der Diskussionsrunde mit den Preisträger*innen teilnahm.

 eilgenommen. 

Das interessante Tagungsprogramm umfasste Filmbeiträge über das Leben älterer Menschen, Diskussionen und Vorträge über kommunale Strategien sowie Fachforen zu Einsamkeit und sozialer Isolation. Gleichzeitig fand ein „Markt der Möglichkeiten“ statt, an dem sich die Preisträger mit einem eigenen Stand präsentieren konnten.

 

Die Fachkongress-Teilnehmer des Seniorenrates Kernen waren sehr angetan von den vielfältigen Aktivitäten und Initiativen, die für Ältere angeboten werden. Mitgenommen wurden zahlreiche Anregungen, u. a. ist ein neues Angebot für die früheren Gastarbeiten und Gastarbeiterinnen im Rentenalter geplant. Beigetragen zu der gelungenen Veranstaltung hatten nicht zuletzt die offene Atmosphäre sowie die großzügige Unterstützung durch die Veranstalter und die Gemeindeverwaltung Kernen.

 

  

Reinhard Urbanke                                                         Kernen, 25. März 2019

Seniorenrat Kernen

 

www.seniorenrat-kernen.de 

 

 

Stellungnahme des Bündnisses gegen Altersarmut in Baden-Württemberg zum Konzept einer Grundrente  des Bundesarbeits- und sozialministers Hubertus Heil 

 

 

Einleitung 

Mehr als 30 Sozialverbände, Gewerkschaften, zivilgesellschaftliche und kirchliche Organisationen in Baden-Württemberg haben sich am 3. April 2017 in Stuttgart zu einem breiten gesellschaftlichen Bündnis gegen Altersarmut zusammengefunden, um für einen Kurswechsel in der Rentenpolitik einzutreten.  

Die Bündnispartner*innen eint die Sorge, dass bereits ab 2030 Millionen ältere Mitbürger*innen auf den Gang zum Sozialamt angewiesen sein werden, wenn nicht heute gegengesteuert wird. Die damit verbundenen Folgen für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft sind dramatisch. 

Im Bündnispapier halten die Bündnispartner*innen fest: „Eine reiche und soziale Gesellschaft darf es nicht länger zulassen, dass Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, in Armut geraten. Ein Wechsel in der Rentenpolitik ist dringend nötig und auch möglich. Die gesetzliche Rente soll wieder die Wahrung des Lebensstandards im Alter ermöglichen. Sie muss Armut im Alter verhindern!“ 

 Stellungnahme 

Das Bündnis gegen Altersarmut begrüßt ausdrücklich das Konzept der Grundrente, das Bundesarbeits- und sozialminister Hubertus Heil vorgelegt hat. 

Arbeitnehmer*innen müssen nach einem langen Erwerbsleben die Sicherheit haben, eine Rente oberhalb des Grundsicherungsniveaus zu erhalten. Die Lebensleistung muss sich in einer auskömmlichen Rente widerspiegeln. Es ist deshalb richtig, dass niedrige Renten durch die Grundrente aufgewertet werden sollen. Gerade für viele Frauen wäre dies eine echte Wertschätzung und Würdigung ihrer Lebensleistung.  

Allerdings kritisieren wir hierbei die starren Zugangsvoraussetzungen von 35 Beitragsjahren und dass die Zeiten von Arbeitslosigkeit nicht berücksichtigt werden sollen.  

Eine Bedürftigkeitsprüfung lehnt das Bündnis ab, weil es entwürdigend ist, nach einem langen Erwerbsleben als Bittsteller*in behandelt zu werden und weil dadurch das der gesetzlichen Rentenversicherung zugrundeliegende Versicherungsprinzip ausgehöhlt wird. 

Die Finanzierung der Grundrente muss aus Steuermitteln erfolgen, da dies eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. 

Für die Zukunft muss die gesetzliche Rentenversicherung so ausgebaut werden, dass möglichst alle Erwerbstätigen einbezogen sind.  

Kontakt: Bündnis gegen Altersarmut in Baden-Württemberg c/o ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg Bereich Sozialpolitik / Karin Grimm  Theodor-Heuss-Straße 2 | tHeo.1 70174 Stuttgart E-Mail: karin.grimm@verdi.de Bündnis-Homepage: www.buendnis-gegen-altersarmut.de                                            15.05.2019

 

 

23 der 46 ausgezeichneten Einzelhändler und Dienstleister haben sich Siegel und Urkunde bei der Verleihung im Seniorenbüro persönlich abgeholt.

Auch die Backnanger Kreiszeitung wurde mit dem neuen Siegel ausgezeichnet. Neben einer Rampe für Barrierefreien Zugang gibt es in der Geschäftsstelle in der Postgasse auch einen Handlauf. 

Fotos: A. Becher 

Neues Siegel für Seniorenfreundlichkeit

46 Backnanger Einzelhändler und Dienstleister als „Seniorenfreundliches Geschäft“ ausgezeichnet

 

Von Silke Latzel 

2008 wurde es das erste Mal, 2011 das bislang letzte Mal verliehen – doch jetzt kommt die Neuauflage in neuem Design und mit neuem Namen: Das Siegel „Seniorenfreundlicher Service“ heißt von nun an „Seniorenfreundliches Geschäft“. Und so dürfen sich 46 Backnanger Einzelhändler und Dienstleister ab sofort offiziell nennen.

BACKNANG. Aus dem „Seniorenfreundlichen Service“ wurde das „Seniorenfreundliche Geschäft“. Klingt eigentlich genauso gut, doch wieso diese Namensänderung? Weil es laut Seniorenvertreterin Rosemarie Baur-Schwozer Probleme mit dem Urheberrecht des Namens und auch des Designs gab. „Wir durften beides nicht mehr benutzen und mussten uns quasi neu erfinden.“

Von 16 Kriterien müssen 12 erfüllt werden

Ziel des Siegels ist es, Backnang seniorenfreundlicher zu machen. Es soll Geschäfte kennzeichnen, die auf die Bedürfnisse älterer Menschen eingehen, zum Beispiel über eine Rampe verfügen, sodass man auch mit Rollstuhl oder Rollator gut ins Geschäft kommt. Aber auch Sitzmöglichkeiten in den Gebäuden selbst oder eine gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel sind Kriterien für die Seniorenvertreter der Stadt, die das Siegel vergeben haben.

Insgesamt gab es 16 Kriterien, nach denen die Händler bewertet wurden – mindestens zwölf mussten am Ende erfüllt werden um das Siegel zu erhalten. „Und wir haben dann noch eine 17. ’freie’ Kategorie hinzugefügt, in der die Geschäfte mit Dingen punkten konnten, die nicht durch unseren Fragebogen abgedeckt waren, aber trotzdem seniorenfreundlich sind“, erklärt Baur-Schwozer, „beispielsweise sind Handläufe an Treppen zwar erst ab einer gewissen Stufenanzahl Pflicht.“ Aber ihn auch unter dieser Zahl schon zu haben, sei für Senioren, die in diesem Geschäft einkaufen möchten und vielleicht etwas wacklig auf den Beinen sind, sehr hilfreich.

Baur-Schwozer betont, dass die Arbeit rund um das Siegel nicht einfach gewesen sein. „Vielleicht hätten wir uns nicht an dieses Projekt gewagt, wenn wir gewusst hätten wie lange es dauert“, sagt sie und spricht von einer „schweren Geburt“. Die Stadt Backnang habe hilfreich zur Seite gestanden und zu Beginn des Projekts 64 Geschäfte angeschrieben und nachgefragt, ob Interesse besteht. „Da kamen dann leider nur 15 Rückmeldungen“, so Baur-Schwozer. Doch sie und ihre Kollegen haben nicht aufgegeben, die fehlenden Geschäfte erneut kontaktiert – sowie noch 13 andere, die bislang nicht angeschrieben wurde. Insgesamt waren am Ende 74 Geschäfte auf dem Radar der Seniorenvertreter.

 

Alle Geschäfte, die Interesse an dem Siegel hatten, wurden ab November von den Seniorenvertretern besucht – mit einem Fragebogen, „langem Atem und Hartnäckigkeit“ habe man die Geschäfte dann auf ihre Seniorenfreundlichkeit hin getestet. 23 der 46 Ausgezeichneten sind gestern zur Verleihung des Siegels samt Urkunde ins Seniorenbüro gekommen. Ebenfalls anwesend ist an diesem Tag auch Oberbürgermeister Frank Nopper, der sie in seiner Rede mit einem berühmten seniorenfreundlichen Sprichwort begrüßt: „Die Jungen rennen zwar schneller, aber die Älteren wissen die Abkürzung.“ Wenn dies allerdings richtig sei, bräuchte man keinen besonderen Service für Senioren. Deswegen freue er sich, dass Baur-Schwozer, die ab heute keine Seniorenvertreterin der Stadt mehr sein wird, die Initiative ergriffen und das Siegel wiederbelebt habe. 

Geschäfte mit Siegel

Folgende Backnanger Einzelhändler und Dienstleister sind mit dem Siegel „Seniorenfreundliches Geschäft“ ausgezeichnet worden, dass sie ab sofort an ihrem Ladengeschäft anbringen dürfen:

 

Apotheke am Obstmarkt, Arkade Geschenk & Design, Bäckerei Maurer, Uhrenhaus Bauer, Bikesnboards, Brückenapotheke, Radio Burgel, Café Weller, dm-drogeriemarkt, Eiscafé Dolomiti, Etti Taschen & Co, HEM Expert Backnang, Hoffmann Fliesen-Design, Hausgeräte Depot, Johannes-Apotheke, Johannes-Apotheke im Gesundheitszentrum, Lindacher Akustik, Metzgerei Kühnle, Reformhaus Kaliss, Kino Universum, Küche&Design-Trend, Küche&Design GmbH, Metzgerei Idler, Opti-Wohnwelt Gmb, Osiandersche Buchhandlung, Eisdiele Portofino, Raphael-Apotheke Backnang, Rossmann, Landmetzgerei Rupp-Holzwart, Sanitätshaus Maier, Sanitätsgeschäft Schaal,Schiller-Apotheke, Schuh-Profi Boss, Schuh-Profi Waldrems, Schaal – Fachgeschäft für bequeme Schuhe, Sorg Möbel, Stroh.Druck und Medien GmbH Backnang, Hörakustik Stroh, Juwelier Stroh Schmuck und Uhren, Toom Baumarkt, Wäscheträume, Weinhaus Haar, Weltladen Backnang, Betten- und Wäschehaus Windmüller, Parfümerie Wöhrle und Wollstube Wollin.

 

BKZ 30.04.2019 

Verleihung Qualitätssiegel „Seniorenfreundlicher Service“ am 07. Mai 2019 in der Barbara-Künkelin-Halle

 

75 Schorndorfer Händler und Dienstleister wurden für ihren seniorenfreundlichen Service zertifiziert durch das Seniorenforum Schorndorf  - Stadtseniorenrat - in Kooperation mit dem BDS Bund der Selbstständigen und SchorndorfCentro. Edgar Hemmerich, Erster Bürgermeister, überreichte die Urkunden zusammen mit Dr. Heinz-Jürgen Kopmann, Vorsitzender des Seniorenforums.

Jürgen Linsenmaier (BDS), Gerhard Nickel (SchorndorfCentro), Edgar Hemmerich (EBM) sowie Dr. Heinz-Jürgen Kopmann betonten in ihren Grußworten die große Bereitschaft der zertifizierten Unternehmen, sich mit den Bedürfnissen der älteren Menschen auseinanderzusetzen. Wichtig ist nicht nur die Barrierefreiheit, sondern die gesamte seniorenfreundliche Infrastruktur sowie eine besonders einfühlsame, engagierte Beratung.

 

Thaddäus Kunzmann, Demografiebeauftragter des Landes BaWü, führte in seinem Vortrag „Herausforderungen des demografischen Wandels auf kommunaler Ebene“ die Dringlichkeit für die Kommunen vor Augen, bereits heute die Weichen richtig zu stellen. Besonders hingewiesen hat er auf den bevorstehenden Fachkräftemangel, fehlenden bezahlbaren Wohnraum bzw. alternative Wohnformen, die notwendige Digitalisierung, den zu erwartenden Pflegenotstand, der auch nicht durch engagierte Ehrenamtliche aufgefangen werden kann.

 

Klausurtag des Kreisseniorenrats

 

Der Kreisseniorenrat des Rems-Murr- Kreises traf  sich letzte Woche  mit den Orts- und Stadtseniorenräten zu einem Klausurtag  auf dem Landgut Burg bei Beutelsbach.

Herr Hartmut Lehmann vom Stadtseniorenrat Waiblingen berichtete von seinen Erfahrungen mit dem digital vollvernetzten Haus.  Wenn ältere Menschen länger in ihrer eigenen Wohnung bleiben und ein selbstbestimmtes Leben  führen wollen  ist das „Smarthome“ die geeignete Unterstützung dafür. Das System nennt sich „Homematic“  und steuert über Funk die einzelnen Komponenten. Das System benötigt keine zusätzliche Verkabelung, sondern kann  an vorhandene Geräte angepasst werden. Steuern lassen sich damit Heizung und Rollläden.  Onlinebanking ist natürlich ebenso möglich wie die Bestellung von Lebensmitteln. Auch wird Telemedizin  in Zukunft immer interessanter. Mit entsprechenden Sensoren hat der Benutzer immer einen Überblick über Strom, Licht und  weiß, ob Fenster oder Haustüre geschlossen sind. Die Sicherheitsaspekte spielten bei dem Vortrag eine große Rolle. Das ganze System wird von einem Server im Haus überwacht, man schickt seine Daten also nicht ins Internet oder in eine Cloud. Aus dem gleichen Grund rät Hartmut Lehmann auch von der Verwendung von „Alexa“ ab, dort gibt man seine Daten aus der Hand. Durch einen kurzen Videoclip wurde allen Teilnehmern  deutlich gemacht, dass Sprachsteuerung  zu Problemen führen kann. Werner Geiser, Altenhilfefachberater des Rems-Murr- Kreises, ging auf die Weiterentwicklung  der Pflegestützpunkte ein. Durch Verhandlungen des Landkreistages mit den Pflegekassen stehen dem Kreis nun insgesamt 8 Vollzeitstellen  zu. Drei Stellen sollen in Waiblingen angesiedelt werden, je zweieinhalb Stellen in Backnang sowie in Schorndorf.

Die Auswirkungen der neuen Landesheimbauverordnung  nur noch Einzelzimmer in den Pflegeheimen zuzulassen, sind im Moment nicht gravierend. Heimplätze sind noch genügend vorhanden, was fehlt, sind die dafür nötigen Pflegekräfte.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war, wie können wir neue Mitglieder  in den einzelnen Orts-bzw. Stadtseniorenräten gewinnen?  Positiv ist, dass in Murrhardt, Backnang und Urbach bis Herbst Ortsseniorenräte gebildet werden.

Die Tagungsteilnehmer waren  einhellig der Meinung, dass der § 41 der Gemeindeordnung dahingehend geändert werden muss, der die Teilnahme von Seniorenräten in Ausschüssen zwingend vorschreibt.

Frau Schneider-Seebeck, gab am Schluss noch einige Tipps, wie ein Artikel für eine Zeitung oder ein Mitteilungsblatt  interessant gestaltet werden kann.

Karl-Heinz Pscheidl, KSR  16.04.2019

 

 

Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums Pressemitteilung 020 Veröffentlicht am 03.04.2019 

Studien zur Generation 80 plus: Mehr wissen über das Leben von Frauen und Männern im Alter

Ministerin Giffey trifft sich am Tag der älteren Generation mit 100-Jährigen

 

Die meisten älteren Menschen in Deutschland sind mit ihrem Leben zufrieden und bleiben es bis ins hohe Alter. Frauen haben die höhere Lebenserwartung. Bei der Betreuung von Enkelkindern holen die Männer auf und kümmern sich inzwischen ähnlich wie Frauen.

Das sind drei zentrale Ergebnisse des Deutschen Alterssurveys 2017 zum Thema „Frauen und Männer in der zweiten Lebenshälfte – Älterwerden im sozialen Wandel“. Der Deutsche Alterssurvey ist  die wichtigste Langzeitstudie über das Älterwerden in Deutschland. Seit mehr als 20 Jahren wurden Frauen und Männer, die 40 Jahre und älter sind, auf dem Weg ins höhere und hohe Alter wiederholt befragt.  Die aktuelle Studie wird heute veröffentlicht.

Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey: „Länger leben bei weitgehend guter Gesundheit und großer Lebenszufriedenheit – das ist der schönste Effekt des demografischen Wandels. Dazu tragen wesentlich eine gute Gesundheitsversorgung und eine stabile Absicherung im Alter bei. Wichtig sind aber auch  sinnstiftende Tätigkeiten. Auch Ältere wollen sich weiterhin einbringen und Verantwortung übernehmen. Deshalb kümmern wir uns auch in der „Kommission Gleichwertige Lebensverhältnisse“  darum, dass ältere Menschen, da wo sie wohnen,  weiter am Leben teilhaben können und  dass diejenigen, die im Alter eine besondere Unterstützung benötigen, verlässliche Sorgestrukturen in ihrer Umgebung haben.“

Die Ergebnisse der Untersuchung im Einzelnen:Lebenszufriedenheit: Die meisten Frauen und Männer sind mit ihrem Leben zufrieden, und sie bleiben es bis ins hohe Alter. Unterschiede gibt es im Zeitverlauf. Frauen im mittleren Erwachsenenalter sind etwas zufriedener als Männer; im hohen Alter kehrt sich das dann um. Bei den „jüngeren Älteren“ (1950er Jahrgänge) dürfte die Lebenszufriedenheit im hohen und sehr hohen Alter noch höher liegen als bei den heutigen älteren Frauen und Männer. Einsamkeit: Einsamkeit ist kein unausweichliches Schicksal im Alter. Das Risiko für Einsamkeit im Alter hat in den letzten Jahrzehnten nicht zugenommen. Nur wenige Menschen im mittleren und hohen Alter fühlen sich einsam. Erst im sehr hohen Alter kommt es zu einem Anstieg der Einsamkeit, bei Frauen etwas stärker als bei Männern.Gesundheit: Frauen sind gesundheitlich stärker funktional eingeschränkt als Männer, also zum Beispiel beim Treppensteigen oder Einkaufstaschen tragen. Dieser Geschlechterunterschied verstärkt sich mit dem Alter noch. Die eigene Gesundheit schätzen hingegen Frauen und Männer subjektiv recht ähnlich ein.Unterstützung und Pflege: Die Übernahme von Sorgetätigkeiten im privaten Umfeld erfolgt weiterhin meist durch Frauen. Frauen engagieren sich bei der Unterstützung und Pflege gesundheitlich eingeschränkter Angehöriger stärker als Männer. Dabei übernehmen Frauen diese Sorgetätigkeiten nicht nur häufiger; sie tun dies auch verstärkt schon im späten Erwerbsalter. Im Ruhestand steigt auch die Beteiligung der Männer etwas an.Betreuung von Enkelkindern: Die Betreuung von Enkelkindern wird ebenfalls häufiger von Frauen als von Männern übernommen. Allerdings haben Männer hier aufgeholt und so beteiligen sich Männer jüngerer Jahrgänge ähnlich häufig wie Frauen. Bei der Enkelkinderbetreuung zeigt sich somit eine Annäherung zwischen den Geschlechtern. 

Zum Tag der älteren Generation hat Ministerin Giffey heute 100-Jährige ins Ministerium eingeladen und während eines Kaffeetrinkens über das Leben in diesem hohen Alter gesprochen.

Ministerin Giffey: „Einhundert Jahre alt zu werden, davon träumen viele, aber nur wenige schaffen das. Ich bin beeindruckt von den hundertjährigen Menschen, von ihrer  großer Zufriedenheit und ihrem Optimismus. Sie leben selbstbestimmt und selbstbewusst, sind nach wie vor aktiv  und nehmen sich auch noch einiges vor. Damit sind sie Vorbild für viele andere.“

Den 100-Jährigen, die im Ministerium zu Gast waren, ist eines gemeinsam: Sie haben eine positive Lebenseinstellung. „Wir geben uns Mühe, den Kopf oben zu behalten“, sagt Hildegard S. Alle haben sie gearbeitet, Familien gegründet, waren aktiv und engagiert und haben sich auch in schwierigen Lebenssituationen nicht unterkriegen lassen.

Über hochaltrige Menschen jenseits des 80. Lebensjahres gibt es bisher wenig wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse. Im sehr hohen Alter wird es immer wahrscheinlicher, dass Menschen persönliche Unterstützung und Pflege benötigen – und nicht mehr in der Lage sind, ein umfangreiches Erhe-bungsgespräch wie im Alterssurvey zu führen.

Das BMFSFJ fördert deshalb jetzt eine Hochaltrigenstudie, die auch pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Demenz und Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen erreicht. Sie wird in den Jahren 2019 und 2020 von der Universität Köln und dem Deutschen Zentrum für Altersfragen durchgeführt.

Um die unterschiedlichen Lebenssituationen im hohen Alter erfassen und abbilden zu können, hat die Hochaltrigenstudie folgende Schwerpunkte:

Lebensführung und soziale Beziehungen, Gesundheit (und Pflege), Werte und Einstellungen, Lebensgeschichte und materielle Situation (auch Wohnform, Haushaltsgröße).

Ergebnisse sind für das Jahr 2021 zu erwarten.

Deutscher Alterssurvey (DEAS): Der DEAS wird vom Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) durchgeführt und aus Mitteln des Bundesseniorenministeriums mit insgesamt 1,6 Millionen Euro für die Jahre 2016 bis einschließlich 2019 gefördert. Analysiert wurden Daten des Deutschen Alterssurveys, einer repräsentativen Längsschnittstudie von Menschen in der zweiten Lebenshälfte. Das Älterwerden von Frauen und Männern wurde vom mittleren Erwachsenenalter, ab 40 Jahre, bis ins hohe Lebensalter analysiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Deutschen Alterssurveys wurden über einen Zeitraum von bis zu 21 Jahren wiederholt befragt. Die erste Befragung fand im Jahr 1996 statt, die jüngste Befragung im Jahr 2017. Mehr als 20.000 Personen haben an der Studie teilgenommen. Befragt wurden Personen ab 40 Jahren.

 

Der Bericht „Frauen und Männer in der zweiten Lebenshälfte – Älterwerden im sozialen Wandel“ ist auf den Websites von BMFSFJ und DZA erhältlich (ab 3. April 2019):

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/frauen-und-maenner-in-der-zweiten-lebenshaelfte---aelterwerden-im-sozialen-wandel/135042

https://www.dza.de/fileadmin/dza/pdf/deas/Frauen_und_Maenner_in_der_zweiten_Lebenshaelfte.pdf

Zudem wird der Bericht als Open Access Buch (kostenfreier Zugang im Internet) im Verlag Springer VS veröffentlicht. Voraussichtliches Erscheinungsdatum: Mai 2019.

 

 

 Podiumsdiskussion mit Parteien zur bevorstehenden Kreistagswahl

am 13. März 2019

in Weissach im Tal

 

Besonders die Gesundheitspolitik bewegt

 

Welche Themen bewegen die älteren Mitbürger im Land? Und welche Antworten haben die etablierten Parteien auf ihre Fragen? Der Kreisseniorenrat des Rems-Murr-Kreises hatte zur Podiumsdiskussion nach Unterweissach in die Seniorenbegegnungsstätte geladen, um fünf Parteien auf den Zahn zu fühlen. Nicht wenige Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, Vertreter von CDU, SPD, FDP, Grüne und FWV zu den Themen Wohnformen im Alter, verschiedene Aspekte der Mobilität, Gesundheit und Bildung/Sicherheit sprechen zu hören.

 

Nach der Begrüßung durch Kreisseniorenratsvorsitzende Waltraud Bühl gab Moderator Peter Schwarz, Redakteur der Waiblinger Kreiszeitung, den fünf Diskussionsteilnehmern Gelegenheit zur Vorstellung. Gleich der erste Diskussionspunkt führte zu kontroversen Ansichten. Während MdL Haußmann, Bernd Messinger und Horst Reingruber sich darin einig waren, dass es bereits gute Beispiele für seniorengerechtes Wohnen gebe, da besonders die Kreisbaugesellschaft zusammen mit den Kommunen gute Arbeit leiste, bemängelte Albrecht Ulrich, dass es weiterhin einen großen Bedarf geben. Zu wenige Bauflächen und zu viele Auflagen sorgten dafür, dass einiges an Zeit vergehe, bis Baugenehmigungen erteilt würden und plädierte für weniger Bürokratie. Hestler betonte, dass laut Angaben des Landrats etwa 5000 Wohnungen fehlen würden, jedoch in den nächsten Jahren durch die Kreisbau nur etwa ein Zehntel davon realisiert werden könne. Er lehnte für sich auch einen Umzug in ein Mehrgenerationenhaus ab – für ihn sei ein belebter und lebenswerter Ortskern Wohnraum.

 

Im Bereich der Mobilität waren sich alle einig – Barrierefreiheit beim ÖPNV ist zwingend, auch im Alter ist es wichtig, überall hinzukommen. Verschiedene Erfahrungen mit Bürgerbussen wurden dargelegt. Während Horst Reingruber von einem Projekt berichtete, das zwar interessant, aber letzthin zu teuer gewesen sei, widersprach Hestler, der den Rufbus als gute Möglichkeit für den ländlichen Raum sieht und zwar kostenlos für die Nutzer. Haußmann entwarf ein Zukunftsbild, in dem autonome Busse bis vor die Haustür fahren könnten. Ein kontroverser Punkt war der Führerschein von Senioren – freiwillige Abgabe mit verschiedenen Anreizen oder Tauglichkeitsprüfungen ab einem bestimmten Alter? Auch beim Thema Pflege und Gesundheit herrschte Einigkeit – Pflegekräfte sind, egal wo, überlastet. Hestler schlug die Errichtung eines Pflegefonds vor, der über eine halbprozentige Erhöhung der Kreisumlage finanziert werden solle und so über etwa 2,5 Millionen Euro verfüge. Diese Summe könne dann für verschiedene Belange in der Pflege genutzt werden. Bernd Messinger warf ein, dass ein großer Teil der Arbeitszeit von Pflegekräften durch die Dokumentation gebunden sei und somit für die eigentliche Pflege kaum Zeit bleibe. Reingruber betonte, dass man in den Kliniken gut aufgestellt sei, aber dass es allgemein an Pflegekräften mangele. Am Winnender Klinikum würden Pflegekräfte und Hebammen ausgebildet, man sei bemüht, sich seinen eigenen Nachwuchs heranzuziehen. Gerade im Gesundheitsbereich könnte der Kreis jedoch bei diesen drängenden Fragen nicht viel ausrichten, gab Messinger zu bedenken, denn für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Pflegebereich müssten die Tarifpartner in die Pflicht genommen werden, und für den Ärzteverteilerschlüssel sei die Kassenärztliche Vereinigung zuständig. Einigkeit herrschte darüber, dass die rigorose Umsetzung der Landesheimbauverordnung in vielen Bereichen Schwierigkeiten bereite. Als letzten Wahlprüfstein kündigte Redakteur Schwarz das Thema Bildung, besonders in Bezug auf Medienkompetenz, sowie auch Sicherheitsfragen an. Haußmann unterschied dabei, dass dieses Thema alle angehe und er auf die Unterstützung der Kommunen zähle. Dem stimmte Messinger zu – viele ältere Mitbürger würden soziale Medien nutzen, doch oft blieben die Sicherheitsaspekte außen vor. Er wies auf die Volkshochschulen hin und merkte an, dass zunächst Bedarfe ermittelt werden sollten. Auch Horst Reingruber als ehemaliger Vorsitzender der VHS Schorndorf berichtete über überaus positive Erfahrungen mit PC-Schulungen für Senioren. Um das subjektive Sicherheitsbedürfnis zu stärken, warb er für mehr Polizeipräsenz. Dem schloss sich Albrecht Ulrich an. Hestler verwies auf die praktischen Aspekte im Bereich Medienbildung und berichtete über das Projekt des Bildungszentrum Weissacher Tal, bei dem Schüler Senioren Tipps und Kniffe für die Welt im Internet beibringen. Im Bereich Jugend und Senioren gebe es viele Fördermöglichkeiten, um situationsbedingte Projekte zu unterstützen.

 

Im Anschluss an die Ausführungen der fünf Politiker gab es Gelegenheit, Fragen zu stellen. So wurde der Mangel an bezahlbarem Wohnraum für Senioren beklagt. Messinger erwiderte darauf, dass städtische und die Kreisbaugesellschaft vom Kreistag beauftragt seien, sozialen Wohnraum zu schaffen, der preislich 30% unter dem Mietspiegel liege. Ein Zuhörer warf ein, dass Schulungen für Medienkompetenz zwar gut und schön seien, doch wenn man nicht in der Lage sei, einen komplizierten Fahrkartenautomaten zu bedienen, sei man doch sehr in der Mobilität eingeschränkt. Weitere Fragen beschäftigten sich mit dem Thema Pflegenotstand. Warum ist es so schwierig, eine Person für die Tagespflege zu finden? Zudem wundere man sich, dass es kein zentrales Register gebe, um schnell einen freien Pflegeplatz zu finden. Denn für Angehörige sei die Tatsache, dass jemand pflegebedürftig werde, schon schwierig genug, ohne dass in Eile ein Platz gesucht werden müsse. Das überfordere viele. Horst Reingruber wies darauf hin, dass am 14.3. der Pflegebeirat tage, bei dem er Mitglied sei, und dieses Thema unbedingt angesprochen werden müsse. Von mehreren Seiten wurde darauf hingewiesen, dass Pflegekräfte „verheizt“ würden, und dass die bessere Bezahlung sowie die Schaffung von günstigem Wohnraum für Pflegekräften ein wichtiger Aspekt seien. Auch die Eindrücke des Publikums zur guten Gesundheitsversorgung deckten sich nicht unbedingt mit den Aussagen der Diskussionsteilnehmer. Eine Dame beklagte die mangelnde Barrierefreiheit im Gesundheitszentrum Winnenden, wo die schweren Brandschutztüren nicht durch Türdrücker geöffnet werden könnten. Es fehle nicht nur an Hausärzten, auch der Fachärztemangel und damit einhergehende wochen- und monatelange Wartezeiten wurden angesprochen. Eine weitere Zuhörerin berichtete von ihren Erfahrungen mit dem Notruf. Etwa sechs Stunden hatte es an einem Wochenende gedauert, bis ein Krankentransport zur Verfügung gestanden habe, könne es denn sein, dass die Fahrbereitschaft am Wochenende dermaßen eingeschränkt sei?

 

Am Ende einer spannenden und sehr informativen Diskussionsrunde zeigte sich, dass sich einige Gemeinsamkeiten in den Ansichten und Plänen fanden – die Schaffung von altersgerechten Wohnformen in vielerlei Arten, der Erhalt der Mobilität für ältere Mitbürger, Medienkompetenz zu erwerben. Die Verbesserung der Pflege und der Arbeitsbedingungen für Pflegende sowie der Erhalt der Infrastruktur mit Versorgung durch Ärzte und Apotheken werden ebenfalls unterstützt. Allerdings sind für einige der gestellten Fragen den Kreisräten die Hände gebunden. Es kann angemahnt oder appelliert werden, doch für eine Verbesserung sind häufig auch Kommunen gefragt, staatliche Behörden oder Einrichtungen wie Volkshochschulen. Zum Abschluss rief Waltraud Bühl dazu auf, unbedingt wählen zu gehen.

Simone Schneider-Seebeck BKZ 15.03.2019

 

 

 

 

Weissach im Tal. Wie schaffen wir es, in einer älter werdenden Gesellschaft den Bedarf an Pflegepersonal und Pflegeplätzen zu decken? Rundum-Sorglos-Antworten gibt es aktuell nicht auf diese Frage, das wurde bei einer Podiumsdiskussion des Kreisseniorenrats in Unterweissach deutlich.

 

Herausforderung Flüchtlingsintegration? Nun ja. Die wahre deutsche Epochenaufgabe ist der Umgang mit dem sogenannten demografischen Wandel: Wie gestalten wir das Leben in einer älter – und pflegebedürftiger – werdenden Gesellschaft? Pflegekräfte ächzen unter Überlastung bei mäßiger Bezahlung, Angehörige unter der zermürbenden Suche nach Pflegeplätzen.

 

Fünf Bewerber für die Kreistagswahl standen bei der Podiumsdiskussion des Kreisseniorenrats in der Unterweissacher Seniorenbegegnungsstätte Rede und Antwort, es ging um allerlei, vom Führerschein für Ältere über Bürgerbusse und die Arztversorgung im ländlichen Raum bis zur Barrierefreiheit (siehe Infobox) – das Schlüsselthema aber kristallisierte sich am Ende bei den Statements aus dem Publikum in aller Schärfe heraus. „Das Pflegepersonal wird verheizt“, klagte eine Frau. Eine andere: „Das drängendste Problem von allen – einen Pflegeplatz suchen.“ In mehreren Wortmeldungen ging es immer wieder um ähnliche Erfahrungen: Wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, altersbedingt oder wegen Krankheit, ist es schwer, einen Pflegeplatz zu finden, sei es in der Tages-, sei es in der Dauerpflege.

 

20 Bewerber für einen Platz

 

Im Dezember 2016 erschien die Broschüre „Älter werden im Rems-Murr-Kreis“ – ein wichtiges Grundlagenwerk, das Zahlen und Tendenzen zusammenfasst. Es heißt darin: Bis zum Jahr 2020 werde der Bedarf im Kreis bei etwa 4160 stationären Pflegebetten und weiteren 370 Kurzzeit- oder Tagespflegeplätzen liegen. Aktueller Stand seinerzeit: „Gemessen an den Bedarfseckwerten bestehen keine quantitativen Versorgungslücken an Dauerpflegeplätzen“ im Rems-Murr-Kreis – „was aber nicht bedeutet, dass in jedem Fall der gewünschte Platz zur Verfügung steht“. Defizite zeichneten sich vor allem ab „in der Versorgung von bestimmten Zielgruppen“, zum Beispiel bei Schwerstpflegebedürftigen oder „schwer dementiell erkrankten Menschen mit Weglauftendenzen“.

 

Ein paar Minuten lang schien es in der Unterweissacher Podiumsdiskussion, als sei wenn schon nicht der Stein der Weisen, so doch ein wichtiges Mosaikstückchen gefunden – Vorschlag eines Mannes aus dem Publikum: Der Landkreis solle eine Online-Plattform einrichten, auf der jederzeit aktuell alle als frei gemeldeten Pflegeplätze im Kreis abrufbar sein müssten. Schluss mit der lästigen Sucherei, Info per Mausklick – eine Liste mit Pflegeheimen ploppt auf; wo ein grünes Lämpchen brennt, ist was frei, dahinter die Telefonnummer ... Auf dem Podium nickten alle: Klingt gut. Müsste machbar sein. Wäre hilfreich.

 

Nach der Veranstaltung: Waltraud Bühl, Vorsitzende des Kreisseniorenrats, lächelt hintersinnig. Doch, ja, sagt sie, das wäre hübsch – nur: Welche freien Plätze werden da aufleuchten, wenn es „keine freien Plätze gibt“? In manchen Heimen kämen „auf einen Platz 20 Bewerber. So sieht die Welt aus.“ Angenommen, wir begännen heute, „zwei oder drei neue Heime zu bauen – bis die fertig sind“, sagt Bühl, wären sie auch schon wieder voll.

 

Tipp: „Einen Platz reservieren“

 

Ihr konkreter Vorschlag: Ältere und ihre Angehörigen sollten sich über einen Pflegeplatz nicht erst dann Gedanken machen, wenn es nicht mehr anders geht. „Wenn jemand 70 ist“, sollte er beginnen, in seine Zukunftsplanungen auch die Gefahr der Pflegebedürftigkeit einzubeziehen, und versuchen, „einen Platz zu reservieren“. Wer „von heute auf morgen“ reagieren müsse, dem könne im Zweifel auch ein Online-Portal nicht ohne weiteres helfen.

 

Pflege: Die Herausforderung wird noch wachsen. Blick auf die Altersgruppe Ü 65: Im Jahr 1900 gehörten ihr weniger als fünf Prozent der Menschen in Deutschland an, im Jahr 1960 knapp zwölf Prozent, im Jahr 2011 mehr als 20 Prozent – im Jahr 2060 wird etwa jeder dritte Deutsche 65 und älter sein. Blick auf die Altersgruppe 80 plus X: Im Jahr 2013 gehörten ihr 4,4 Millionen Menschen in Deutschland an – 2050 werden es, je nach Prognose-Institut, neun bis zehn Millionen sein. Blick auf den Rems-Murr-Kreis: Etwa 20 000 Menschen, die 80 oder älter waren, lebten hier 2011 – 2020 werden es 30 000 sein.

 

Stürmische Dynamik ist für diese Entwicklungen ein eher blasser Ausdruck.

 

Die Diskussion

 

Jürgen Hestler (SPD), Jochen Haußmann (FDP), Albrecht Ulrich (Freie Wähler), Horst Reingruber (CDU) und Bernd Messinger (Grüne) saßen auf dem Podium bei der Diskussion in Unterweissach. Es zeigte sich: Ein ideologisch aufgeladenes Thema, bei dem hart an Parteigrenzen entlang diskutiert wird, sind Fragen der alternden Gesellschaft eher nicht. Der kontroverseste Vorschlag kam von Hestler: Er regte einen 2,5 Millionen Euro pro Jahr schweren „Gesundheitsfonds“ für den Rems-Murr-Kreis an, zu finanzieren über eine Erhöhung der Kreisumlage um einen halben Prozentpunkt. Reingruber antwortete: Es sei auch so schon schwer genug, das Millionendefizit der Kliniken zu handhaben.

 

Einigkeit bei allen: Der Kampf um Barrierefreiheit bleibt eine Daueraufgabe. Ein Ärgernis sei vor allem die Situation an Bahnhöfen, vom Einstieg in die S-Bahn bis zu fehlenden oder nicht funktionierenden Aufzügen. Eine Frau im Rollstuhl beklagte bei der abschließenden Publikumsrunde: Nicht mal im Winnender Gesundheitszentrum gebe es Türöffner – „nur an der Radiologie, und der ist kaputt“.

15.03.2019 Waiblinger Kreiszeitung

 

 

 

16.02.2019

Podiumsdiskussion mit Parteien zur bevorstehenden Kreistagswahl

 

Der Kreisseniorenrat des Rems-Murr- Kreises hat im Hinblick auf die bevorstehende Wahl zum Kreistag am 26. Mai 2019 eine Fragerunde organisiert.

 

Die Veranstaltung findet am

 

13. März 2019 um 16.00 Uhr

 

in der Seniorenbegegnungsstätte Weissach im Tal-Unterweissach, Brüdenwiesen 5 statt.

 

Saalöffnung ist um 15.00 Uhr.

 

Zugesagt haben Vertreter demokratischer Parteien, die im Kreistag vertreten sind. Herr Jürgen Hestler (SPD), Frau Sabine Krautter (FDP), Herr Albrecht Ulrich (FWV), Herr Christian Hinrichsen (Linke), Herr Horst Reingruber (CDU), Herr Bernd Messinger (Grüne).

 

Bei dieser Veranstaltung sollen Themen angesprochen werden, die für Senioren relevant sind.

 

Hier einige Beispiele:

 

  • Filialschließungen durch Kreditinstitute

  • Apothekenschließungen

  • Internetarzt

  • Busverbindungen im Landkreis

  • Tagespflege Mittel für Träger der Altenhilfe

 

Der Kreisseniorenrat würde sich freuen, wenn viele Mitbürgerinnen und Mitbürger an dieser Veranstaltung teilnehmen, um schon im Vorfeld der Wahl, die einzelnen Positionen der Parteien zu den jeweiligen Themen kennenzulernen. Sicher ist auch interessant die Einstellung der zukünftigen Kreisräte zum Thema „Älter werden im Rems-Murr-Kreis“ zu erfahren.

 

 

Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)

 Pressemitteilung 

 Bonn, 15.2.2019 

100 Tage vor der Europawahl:  Seniorenorganisationen werben für ein zukunftsfähiges Europa

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) ruft alle Wahlberechtigten auf, am 26. Mai ihre Stimme für ein vereintes und demokratisches Europa abzugeben. In dem Wahlaufruf „JA zu Europa!“ heißt es: „Wir Älteren wissen: Die Europawahl gibt uns die Chance, über die Zukunft Europas mitzuentscheiden. Wir haben es in der Hand, ob Europa seine Potenziale entfalten kann oder ob es in egozentrischen Nationalismus zurückfällt.“ Die BAGSO dringt in der Erklärung darauf, Europa für die Menschen aller Generationen fortzuentwickeln. „Die Zukunft aller, auch die der Älteren, hängt wesentlich vom Wohlergehen der nachfolgenden Generationen ab. Wir wollen, dass es den Kindern gutgeht und auch ihren Familien.“ Als Interessenvertretung der älteren Generationen mahnt die BAGSO auch einen besseren Schutz der Rechte älterer Menschen an. Das gilt zum Beispiel für den Schutz vor Gewalt, für die Sicherstellung von bedarfsgerechter Unterstützung und Pflege und für die soziale Sicherung. Den Wahlaufruf „JA zu Europa“ und weitere Informationen zur Europawahl finden Sie unter www.bagso.de .

 

 Zur BAGSO

 Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen vertritt über ihre 119 Mitgliedsorganisationen viele Millionen ältere Menschen in Deutschland. Mit ihren Publikationen und Veranstaltungen – dazu gehören auch die alle drei Jahre stattfindenden Deutschen Seniorentage – wirbt die BAGSO für ein möglichst gesundes, aktives und engagiertes Älterwerden

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Anfang diesen Jahres haben wir bei den Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs nachgefragt, ob ein Demografiekonzept oder eine Demografiestrategie vorliege bzw. in Planung sei.

 

Die Auswertungen unserer Umfrage haben wir in Zusammenarbeit mit der FaFo – FamilienForschung beim Statistischen Landesamt Baden-Württemberg in Form einer Karte umgesetzt. Diese Karte wurde jetzt auf die Internetseite der FamilienForschung gestellt. Falls Sie Interesse haben, können Sie sich gerne hier „umsehen“:

 

https://www.statistik-bw.de/FaFo/Management/Demografiekonzepte.jsp

 

Und falls der Link auch auf Ihrer Internetseite erscheinen soll, freuen wir uns, wenn Sie ihn dort einfügen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Thaddäus Kunzmann

Demografiebeauftragter des Landes Baden-Württemberg

Postadresse:

Else-Josenhans-Str. 6, 70173 Stuttgart 

Besucheradresse:

Königstr. 44, 70173 Stuttgart

Tel.: (0711) 279-33 64

Fax: (0711) 279-33 67

 

E-Mail: info@demografiebeauftragter.bwl.de

Internet: www.demografiebeauftragter-bw.de

 

 

 

Der Kreisseniorenrat hat seinen Zweck und seine Tätigkeitsfelder bei der Senioren Union - Stadtverband Backnang -

am 7. Dezember 2018 vorgestellt.

 

 

 

 

 

von links nach rechts: Wolf-Eberhard von Hennigs (SU), Gerhard Dannwolf (KSR), Waltraud Bühl (KSR), Jürgen Krüger (SU)

 

 

jUHU     

 

                                                                                                                                                              23.11.2018

 

vor einigen Tagen erhielt Herr Schlichenmaier die Nachricht, dass  jUHU-Redakteur Jürgen Klein gestürzt ist und schwere Kopfverletzungen erlitten hat. Der Krankheitsverlauf ist derzeit nicht absehbar. Das hat natürlich gewaltige Auswirkungen auf das Magazin jUHU, denn er war die „Seele“ dessen. Im Moment kann noch nicht eingeschätzt werden wie es weitergeht. Wir haben die Bitte, dass alle Texte bzw. Beiträge etc. ab sofort nur noch an Herrn Schlichenmaier Roland Schlichenmaier (rs@schlichenmaier.de) gerichtet werden. Evtl. auch schon in den letzten Wochen Herrn Klein übersandte Texte sollten nochmals an Herrn Schlichenmaier gehen.

Es ist eine schwere Situation die Herr Schlichenmaier zu meistern hat. Doch für die Familie Klein ist sie ungleich schwerer.

 

verstorben 14.05.2019

wir behalten ihn in Erinnerung 

 

 

Der demografische Wandel im Rems- Murr-Kreis

Mitgliederversammlung des Kreisseniorenrats - Rems-Murr - Kreis e.V. in Murrhardt

Frau Waltraud Bühl, die 1. Vorsitzende des  KSR,  begrüßte am 25.10.2018 zahlreiche Mitglieder in der Festhalle in Murrhardt zur Mitgliederversammlung. Als Gastredner konnte der Demografiebeauftragte des Landes Baden-Württemberg  Thaddäus Kunzmann gewonnen werden. Herr Kunzmann erläuterte die Problematik des demografischen Wandels an sich selbst, er sei, so seine Aussage, Teil des geburtenstarken Jahrgangs. In ungefähr 10 bis 15 Jahren geht dieser Jahrgang in den Ruhestand, mit allen Konsequenzen, was Rente und die Pflege betrifft. Die nachfolgenden Jahrgänge sind schwächer, sollen aber die Rentenbeiträge aufbringen und das Pflegepersonal stellen.

Die Geburtenrate liegt im Moment statistisch bei  1,57 Geburten. Wenn diese Zahl konstant bleibt, hat sich die Bevölkerung Baden-Württembergs in 100 Jahren halbiert.

Ohne Zuzug gibt es keine Stabilisierung der Bevölkerungsstruktur, in diesem Zusammenhang wäre sicher eine Diskussion über ein Einwanderungsgesetz sinnvoll.

 Laut einer Prognose werden Gebiete in Nordwürttemberg, im mittleren Schwarzwald, sowie auf der Schwäbischen Alb bis 2035 mehr als 5% ihrer Bevölkerung verlieren.

Um Zuzüge von Jüngeren zu generieren muss das Umfeld stimmen und das erfordert weitreichende Maßnahmen die folgende Punkte betreffen:

Erschwinglicher Wohnraum, Breitbandausbau des Internet, funktionierender öffentlicher Personennahverkehr, Kinderbetreuungsmöglichkeiten.

Diese Punkte sind bereits heute nicht ausreichend gelöst, die Situation wird sich also noch verschärfen.  Für die Infrastruktur in den Kommunen hat das Konsequenzen, denn nur mit Kaufkraft und Nachfrage lassen sich Versorgungseinrichtungen halten.

Auch die Gesundheitsfürsorge ist im Hinblick auf die demografische Entwicklung  nicht ermutigend. Schuld daran ist die Schieflage der gesetzlichen Krankenkassen. Es werden pro Jahr  150 Millionen Euro für Präventionsmaßnahmen ausgegeben, im Gegensatz zu 221 Milliarden Euro für Krankheiten.

·         Was brauchen wir also für die Zukunft?
Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, Verdoppelung der KFW- Mittel für altersgerechten Ausbau,

·         Änderung der Priorität des Busverkehrs, heute richtet er sich noch am Schülerverkehr aus.

·         Angebote für Bürgerbusse, Ruftaxis, …..

·         Der öffentliche Raum muss sich auf Hochbetagte einstellen, Ruhebänke, Toiletten…

Nach diesem sehr interessanten Vortrag sprachen der Staatsekretär  Herr  Wilfried Klenk und der Bürgermeister von Murrhardt,  Herr Mößner jeweils ein Grußwort.

Anschließend erfolgten die Regularien, die zu einer Mitgliederversammlung gehören, Kassenbericht und Entlastung des Vorstands. Als neuer Kassenprüfer wurde Herr Dr. Dieter Schenkel aus Oppenweiler einstimmig gewählt.

Am Schluss der Veranstaltung  bedankte sich die  1. Vorsitzende  Waltraud Bühl für die erwiesene Gastfreundschaft  der Stadt Murrhardt bei Herrn Bürgermeister Mößner.

 

Karl-Heinz Pscheidl, KSR

 

Digitaler Nachlass

 

Der Normalbürger versteht unter Nachlass oder Erbe  meistens Dinge, die mit Geld verbunden sind, also Immobilien, Geldwerte, Konten. Mittlerweile sind im Zuge der Entwicklung, dass heute fast jeder einen Computer und ein smartphone besitzt und auch nutzt, neue „ erbliche „ Gesichtspunkte aufgetaucht.

 

Wir hinterlassen bei  jeder Benutzung dieser Geräte Spuren im Netz, auch wenn wir diese nicht sehen.

 

Wir speichern persönliche Briefe, emails, Fotos, öffentliche Profile in facebook auf dem Computer oder im smartphone .  Wir haben  Benutzerkennungen, sowie Passwörter für ebay, amazon, paypal und  onlinebanking. Wir beziehen vielleicht kostenpflichtige  Apps und Antivirenprogramme, legen Daten in clouds ab und benützen  whatsapp.

 

Doch wir leben nicht ewig. Was geschieht nach unserem Tod mit all diesen Daten  ? Oder noch viel früher, wir sind durch Krankheit so stark eingeschränkt, dass eine Nutzung   nicht mehr möglich ist.

 

Hier einige Hinweise wie man mit diesem Problem umgehen kann:

 

  • Zunächst  auflisten, welche Plattformen benützt wurden.

  • Zugang zu den relevanten Zugangsdaten herstellen, also Benutzerkennungen sowie Passwörter notieren.

  • Rechtssichere Festlegung treffen, wer in welcher Weise die Auflösung regeln soll, diese Vertrauensperson im Testament festlegen, oder in anderer schriftlicher Form benennen.

  • Was hat mit den privaten Dateien, wie Briefen, Fotos zu geschehen ?

  • Welche Verträge sind zu kündigen. Die Verträge müssen bei  jedem  einzelnen Anbieter gekündigt werden

    Soll das Gerät an  andere Personen verkauft oder verschenkt werden, alle Daten löschen  und das smartphone in den Werkszustand zurücksetzen.

 

Das Internet bietet auch Hilfen an z.b. über das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg

 

Digitaler Nachlassdienst“z.B. https://www.columba.de/de/

 

bzw. „Schutzbrief“: Das beauftragte Unternehmen informiert Internet-Anbieter, mit denen es zusammenarbeitet, über den Verstorbenen, worauf die Internet-Anbieter nach möglichen Konten recherchieren. Dann wird im Sinne des Auftraggebers verfahren. Vorteil: es gehen keine Passwörter an Unbefugte.

 

Der Bundesverband der Verbraucherzentrale empfiehlt:

 

       • Zugangsdaten und Anweisungen, was mit den Konten zu geschehen hat, sicher hinterlegen und für Vertrauensperson(en) der eigenen Wahl zugänglich zu machenhttp://machts-gut.de/downloads/Checkliste_Tipps_Nachlass.pdfoderhttp://imbstudent.donau-uni.ac.at/daten-nach-dem-tod/wp-content/uploads/2016/09/checkliste_digitaler_nachlass.pdf

       • Tipps für Hinterbliebene: http://machts-gut.de/downloads/Checkliste_Tipps_Hinterbliebene.pdf

 

Karl-Heinz Pscheidl, KSR

 

Frau Bühl begrüßt Frau Rahner-Göhring anlässlich des Vortrages am 11.10.2018 über das Digitale Erbe im Seniorentreff in Backnang.

Am Ende der gut besuchten Veranstaltung bedankt sie sich auch im Namen der Zuhörer ganz herzlich.

 

 

„Mit 66 Jahren … ist noch lange nicht Schluss!“

 

Der Singkreis des StadtSeniorenRats Weinstadt singt auch moderne Schlager

 

Der Himmel hing voller drohender Gewitterwolken, das Thermometer zeigte immer noch 30 Grad im Schatten, die Luftfeuchtigkeit war fast so hoch wie in  einer Waschküche, erste Regentropfen fielen …  Aber das alles hat an diesem Sommerabend 20 sangesfreudige Seniorinnen und Senioren nicht davon abgehalten,  zur gewohnten Singstunde des StadtSeniorenRats Weinstadt (SSR) zu kommen. Normalerweise ist die Gruppe wesentlich größer! Waltraud Bühl, die Vorstandssprecherin des SSR und die Organisatoren des Singkreises  Viktor Prosser und Karlheinz Müller  haben dem musikalischen Leiter Carlo Falkenstein „neues“ Liedgut mitgebracht. „Das sind Lieder aus dem Repertoire der Großheppacher Sänger - „Großheppach singt“, die wir hier im Otto-Mühlschlegel-Haus noch nicht gesungen haben, es sind auch modernere dabei“, erwähnte Viktor Prosser.

 

Dem Vorschlag des Pianisten, gleich mit einem neuen Lied zu beginnen, erwiderten einige der Sänger schüchtern: „Können wir nicht mit einem bekannten Lied anfangen?“ Nach dieser Aufwärmrunde waren dann die neuen Lieder – auch dank der mitreißenden Klavierbegleitung – kein Problem mehr. So klappte auch beim zweiten Anlauf das Udo-Jürgens-Lied „Mit 66 Jahren … ist noch lange nicht Schluss“ überzeugend gut.

 

Die Singstunden finden jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat, jeweils 18 – 19:30 Uhr im Otto-Mühlschlegel-Haus Weinstadt-Endersbach, Strümpfelbacher Straße 63 statt. Jede Seniorin, jeder Senior ist dazu herzlich eingeladen. Kommen Sie einfach mal vorbei und singen Sie mit! (GV)

 

 

Der neue Seniorenkompass ist da!

 

Die Stadt Weinstadt und der StadtSeniorenRat Weinstadt (SSR) freuen sich, allen Seniorinnen und Senioren Weinstadts den neuen, überarbeiteten Seniorenkompass 2018-2020 präsentieren zu können. Oberbürgermeister Scharmann schreibt in seinem Grußwort: “… Für Seniorinnen und Senioren hat sich die Angebotsvielfalt in Weinstadt in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert. Daher ist es von großer Bedeutung, dass es eine gut strukturierte Übersicht über Angebote für Freizeit, Hilfen für den Alltag und Pflege, Beratung und Unterstützung gibt. Aus diesem Grund hat der Stadtseniorenrat … in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung den Seniorenkompass in seiner mittlerweile fünften Auflage entwickelt. Der Seniorenkompass soll für all diejenigen eine nützliche Hilfe sein, die ihr Leben im Alter aktiv gestalten wollen und an den vielen Angeboten, die es in unserer Stadt gibt. Teilhaben wollen.“

 

Der Seniorenkompass wird in den nächsten Tagen an alle Bürgerinnen und Bürger über 60 per Post verschickt, außerdem liegt er zum Mitnehmen in allen Rathäusern aus.

 

 

Landesseniorentag am 04.07.2018 in Waldkirch. „ Wir mischen mit „.

 

Mitglieder des Kreisseniorenrats des Rems-Murr- Kreises besuchten am 4. Juli den Landesseniorentag in Waldkirch.

 

Minister Manne Lucha vom Sozialministerium lobte in seiner Ansprache das ehrenamtliche Engagement der Senioren und betonte, der demografische Wandel  bedeute nicht nur Bedrohung, sondern auch Aufgabe. Er erwähnte, dass das Land Mittel für „ Quartier 2020 „ zur Verfügung stelle, bei diesem Vorhaben soll das Zusammenleben von Jung und Alt gefördert werden.

 

Der Demografiebeauftragte der Landesregierung, Thaddäus Kunzmann, richtete einen Blick in die Zukunft. Er als Mitglied der geburtenstarken Jahrgänge wird in 15 Jahren möglicherweise auf Pflege angewiesen sein, leider folgen nur noch geburtenschwache Jahrgänge. Wo sollen dann die Fachkräfte herkommen ?  Der heutige Fachkräftemangel ist nur der Anfang.

 

Von 1100 Kommunen im Land haben nur 180 eine Seniorenvertretung. Der Landesseniorenrat macht sich für eine Änderung des § 41 der Gemeindeordnung stark, die eine verpflichtende Beteiligung von Seniorenvertretungen  vorsieht.

 

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion an der Andreas Schwarz( Grüne ), Andreas Stoch ( SPD), Klaus Burger ( CDU), Christine Baum ( AFD ), und Hans-Ulrich Rühlke ( FDP ) teilnahmen, zeigten sich in dieser Frage doch erhebliche Unterschiede.  Allein  Christine Baum war für die Änderung des § 41, alle anderen Teilnehmer sprachen  von Freiwilligkeit oder die Gemeindeordnung sei nicht das richtige Instrument, sowie Senioren seien ja schon in anderen Gremien vertreten und hätten dort Einfluss.

 

Man sieht, es gibt noch genügend zu tun.

 

Karl-Heinz Pscheidl, KSR                                                                                                                                                                11.07.2018

 

 

Noch besser werden?

 

Die Weichen dafür stellte der KSR Rems-Murr für seine Mitglieder und alle Räte. Diese 16 Vertreter der Interessen der Älteren waren sich einig: Ihre Erkenntnisse und Erfahrungen müssen sie weitergeben und noch besser informieren. Deshalb hatte die Vorsitzende Waltraud Bühl ins Bildungszentrum Schmerlenbach eingeladen. Für den intensiven, stets zielgerichteten Meinungsaustausch gewann sie die erfahrene Moderatorin Christine Hug vom Rathaus Fellbach. Heiß wurde unter deren Regie diskutiert. Auch die Eckpunkte aus dem siebten Altenbericht der Bundsregierung (eingebracht vom Berater Werner Geiser, LRA Waiblingen) erörterte man.  Die in drei Arbeitsgruppen gewonnenen  Ideen sollen in absehbarer Zeit erneut besprochen werden um feststellen, was konnte man wie bzw. warum nicht realisieren. Das gilt auch für die anderen Planungen, ebenfalls für ein noch besseres gesellschaftliches Miteinander.

 

Möglich war der Workshop weil die Kreissparkasse den KSR 2017 mit dem Bürgerpreis würdigte.

 

 Hans-Jörg Eckardt                                                                                                                                              18.06.2018

 

im Dezember 2017

Seniorenclub Weissach im Tal e.V.

 

Scheckübergabe an den Ortsseniorenrates Weissach im Tal durch den Seniorenclub 55+ Weissach im Tal e.V.

 

„Wir unterstützen gerne den Ortsseniorenrat bei seinen Bemühungen für unsere Senioren was Gutes zu tun“, so der Vorsitzende des Seniorenclub Weissach im Tal, Roland Schlichenmaier, bei der Übergabe eines Schecks. Bei der Gestaltung des Areals „Ochsengarten“ setzte sich der Ortsseniorenrat (OSR) Weissach im Tal besonders ein, indem er anregte dort etwas für die Gesundheit der Bevölkerung anzubieten. Geräte zur körperlichen Ertüchtigung wurden und werden dort installiert. Da dazu Geld fehlte, entschloss sich der Seniorenclub zu einer Spende in Höhe von 500 Euro. Anlässlich der Clubweihnachtsfeier überreichte Vorsitzender Roland Schlichenmaier (links) einen symbolischen Scheck an den OSR-Sprecher des Klaus Werner.

 

 

                                                                                                                                                             18.12.2017

 

Karl-Heinz Pscheidl

 

Kreisseniorenrat und Orts- und Stadtseniorenräte des Rems-Murr-Kreises besuchen den Landtag

 

Auf Einladung der Landtagsabgeordneten Petra Häffner, GRÜNE, besuchten Mitglieder des Kreisseniorenrats und von Orts- und Stadtseniorenräten des Rems-Murr- Kreises am 15.12.2017 den Landtag in Stuttgart. Leider hatte Frau Häffner wegen einer Ausschusssitzung (NSU) keine Zeit für ein intensives Gespräch. Trotzdem ließ sie es sich nicht nehmen die interessierten Seniorenvertreter zu begrüßen und mit ihnen zusammen zu Mittag zu Essen. Auch ein fröhliches „Grüß Gott“ von Ministerpräsident Kretschmann „gehörte“ zum Programm.  

 

Eine Stunde lang konnte den Abstimmungen zu einem Teil des Etats für die Jahre 2018 / 2019 gefolgt werden. Die einzelnen Positionen (den Abgeordneten natürlich bekannt) des Haushalts über die Beschluss gefasst wurde, waren den Zuhörerinnen und Zuhörern im Detail nicht bekannt. Eine Diskussion über die Positionen erfolgte wohl vorher in den Ausschüssen. Es war für uns Besucher (wie vielleicht auch für die Abgeordneten) leicht ermüdend, auch wenn dank der Sitzungsleitung durch den stv. Landtagspräsidenten Wilfried Klenk zügig abgestimmt wurde. Deutlich wurde aber, dass Demokratie ihren Preis hat, denn während dieser Stunde forderten Abgeordnete der AFD zweimal eine namentliche Abstimmung. Da zieht sich solch ein Verfahren natürlich in die Länge.

Für uns war es trotzdem interessant, so etwas auch einmal mitzuerleben.

18.12.2017            

Volksbank Stuttgart spendet für den Bürgerbus Weinstadt

 

Die Bürgerbus-Testphase ist erfolgreich abgeschlossen. Der StadtSeniorenRat Weinstadt (SSR) wird nun eine genaue Auswertung der Ergebnisse durchführen. Sicher ist aber jetzt schon, dass  das Vorhaben im nächsten Jahr startet. Sicher ist auch, dass der Bürgerbus durch Spenden finanziert werden soll. Der Regionaldirektor der Volksbank Stuttgart/Weinstadt Markus Schmid äußerte sich allgemein sehr positiv zu der Arbeit des SSR und besonders zu diesem Projekt. Er  überreichte Waltraud Bühl, der ersten Vorstandssprecherin des SSR, und ihrem Stellvertreter Bernhard Dippon einen Scheck über 2000 Euro und versprach auch weitere Unterstützung im Rahmen seiner Möglichkeiten. Der SSR bedankte sich bei der Volksbank für diese großzügige Spende.      

 

 

04.12.2017

 

 

 

  

Bürgerbus-Testphase erfolgreich abgeschlossen

 

Die achtwöchige Testphase des Bürgerbusses endete am 30. November.

 

Waltraud Bühl, erste Vorstandssprecherin des StadtSeniorenRats Weinstadt (SSR) hat aus diesem Anlass die Akteure des Projekts eingeladen, um ihnen für ihren ehrenamtlichen Einsatz zu danken und um über ihre Erfahrungen zu diskutieren. Sie begrüßte die Anwesenden Marion Harsch (Omnibus-Dannenmann/Ansprechstelle Bürgerbus), Steffen Lenz (Koordinator Bürgerbus), die Fahrer Gert Aldinger, Michael Freitag, Iris Gaupp, Hans-Jürgen Jähnisch, Hermann Unrath (verhindert war Frank Hermsdorf), die SSR-Vorstandsmitglieder  Bernhard Dippon (Arbeitskreis Bürgerbus), Walter Gabler (DRK), Brigitte Krahmer, Gerhard Volk (Pressesprecher). Waltraud Bühl erwähnte, dass diese Testphase jetzt schon positiv bewertet werden könne und dass nach der Auswertung der Ergebnisse und nach intensiver Planung dieses Projekt im nächsten Jahr im Realbetrieb beginnen kann. Sie bedankte sich besonders bei Marion Harsch, die wohl „das meiste Fett abgekriegt“ hätte, musste sie doch alle Wünsche und kritische Anmerkungen der Fahrgäste am Telefon entgegen nehmen und Fragen beantworten wie zum Beispiel: Warum fährt der Bus nur an bestimmten Tagen? Warum muss man sich anmelden? Warum verkehrt der Bus nur in Weinstadt? Iris Gaupp und ihre Fahrerkollegen konnten aber vornehmlich positive Rückmeldungen geben: Die Fahrgäste haben Verzögerungen wohlwollend in Kauf genommen („wir haben ja Zeit“), waren für „nette“ Gespräche mit den Chauffeuren dankbar, manche haben sie sogar mit Schokolade und Gebäck beschenkt, haben im Durchschnitt fünf Euro als Spende hinterlassen, wohlwissend, dass das Taxi zwei Mal 8 Euro gekostet hätte, waren dankbar dafür, dass sie an der Haustüre abgeholt wurden und nicht zur Haltestelle des Busses, der Bahn gehen mussten. Fazit der Fahrer: „Wir haben erfahren, dass diese Menschen gespürt haben, dass wir das gerne machen und dass wir ihnen helfen wollen“. Viele wertvolle Anregungen, Tipps und Vorschläge für die Fortsetzung des Projekts wurden diskutiert, sie werden in die Planung mit einbezogen. (gv)

 

 

 

Das Bild zum Bericht "Bürgerbus" zeigt von links: Steffen Lenz, Marion Harsch, Michael Freitag, Gert Aldinger, Hans-Jürgen Jähnisch, Iris Gaupp, Hermann Unrath. (Foto: Volk)

 

26.11.2017

Thaddäus Kunzmann wird Demografiebeauftragter des Landes

  • Porträt Thaddäus Kunzmann

     

Der ehemalige Landtagsabgeordnete Thaddäus Kunzmann wird Demografiebeauftragter der Landesregierung. Er ist Ansprechpartner für alle Belange des demografischen Wandels und soll Lösungskonzepte der Öffentlichkeit zugänglich machen. Er arbeitet hauptamtlich und ist gegenüber der Landesregierung nicht weisungsgebunden.

Das Kabinett hat den ehemaligen Landtagsabgeordneten Thaddäus Kunzmann zum Demografiebeauftragten des Landes bestellt. Das teilte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha nach der Sitzung des Ministerrats mit. Der Demografiebeauftragte soll als Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, die Kommunen, die Wirtschaft und soziale Akteure im Land dienen und die mit dem demografischen Wandel einhergehenden Herausforderungen sowie Lösungskonzepte der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Zur Unterstützung seiner Arbeit erhält der Demografiebeauftragte eine beim Sozial- und Integrationsministerium angesiedelte Geschäftsstelle mit zwei Mitarbeitern. Er arbeitet hauptamtlich und ist gegenüber der Landesregierung nicht weisungsgebunden.

Minister Lucha gratulierte Thaddäus Kunzmann zu seiner Ernennung. „Die Landesregierung widmet der Bewältigung der Herausforderungen, die durch den demografischen Wandel entstehen, große Aufmerksamkeit. Dabei spielen Themen wie ein altersgerechtes Leben und Wohnen, eine möglichst wohnortnahe Pflege sowie die beträchtlichen Potenziale der älteren Menschen bei der Bewältigung der gesellschaftlichen Veränderungen eine wichtige Rolle. Jede Person, die sich in diesem wichtigen Querschnittsthema engagiert, für die Auseinandersetzung damit wirbt und als Ansprechpartner für die Öffentlichkeit zur Verfügung steht, ist ein Gewinn für unser Land. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit in den kommenden Jahren.“

Mit der Einrichtung eines Demografiebeauftragten setzt die Landesregierung eine Vorgabe des Koalitionsvertrages um. In seiner Funktion wird der Demografiebeauftragte eng mit den zuständigen Ministerien im Land zusammenarbeiten. Die Einrichtung der Stelle des Demografiebeauftragten ist zunächst für fünf Jahre vorgesehen. Vor Ablauf dieses Zeitraums wird eine Evaluation erfolgen.

 

 

 

 

26.11.2017 

 

Zum neuen Vorsitzenden des Landesseniorenrates wurde

 

Herr Karl-Otto Völker

 

gewählt.

 

Wir gratulieren ihm und wünschen ihm alles Gute für die neue, anspruchsvolle Aufgabe zum Wohle der etwa 2,8 Millionen über 60-jährigen in Baden-Württemberg.

 

 

 

Verleihung des Bürgerpreises Rems-Murr 2017

                                                                                                                                                                 Juli 2017

Bei der Verleihung des Bürgerpreises Rems-Murr 2017 steht auch der Kreisseniorenrat im Rampenlicht

Die „Initiative Gesundheit im Alter“ des Kreisseniorenrates Rems-Murr (KSR) ist ein Gewinner. Im Rahmen der Verleihung Bürgerpreis Rems-Murr in Waiblingen wurde der KSR in der Kategorie Alltagshelden zum ersten Preisträger gekürt. In seiner Laudatio würdigte Pfarrer Rainer Hinzen vor allem das jahrelange Engagement des Kreisseniorenrates im Gesundheitswesen.

 

„Der Kreisseniorenrat Rems-Murr e. V. engagiert sich seit seiner Gründung im Jahr 2001 unter anderem intensiv in dem Themengebiet ‚Gesundheit im Alter‘ “, so Pfarrer Hinzen. Dabei werde auch zukunftsorientiert gedacht und Themen wie die Telemedizin und moderne Assistenzsysteme aufgegriffen. Die Telemedizin ist ein Bestandteil von Altersassistenzsystemen, einer innovativen Versorgung von Senioren im Alltag. Solche Assistenzsysteme unterstützen im Alltag, indem sie beispielsweise durch sensorische Überwachung anzeigen, ob die Tabletten genommen wurden, ob der Herd noch an ist, wenn man das Haus verlässt, wenn man ungewöhnlich lange im Bett liegt – und vieles mehr.

 

Der Kreisseniorenrat war zudem bei der Planung des Neubaus der Klinik in Winnenden aktiv eingebunden. Den KSR-Vertretern war und ist es dabei sehr wichtig, dass ausreichend Betten für ältere Menschen und Räumlichkeiten zur Reha oder Ergotherapie vorhanden sind. Der Verein biete den Bürgern außerdem den Service von Wohnberatern an, die auf Unterstützungsmöglichkeiten im Kreis hinweisen. Rainer Hinzen betonte außerdem: „In jedem Landkreis gibt es einen Kreispflegeplan, mit dessen Hilfe versucht wird, dass genügend Heimplätze in Pflegeheimen der Region zur Verfügung stehen. An der Erstellung dieses Plans war der Kreisseniorenrat aktiv beteiligt.“

 

Der Verein nehme sich aktiv den Themen, die durch den demografischen Wandel einer immer älteren Altersstruktur entstehen, an und engagiere sich hier weit über das übliche Maß hinaus. „Besonders beeindruckt hat die Jury, dass der Kreisseniorenrat klar aufzeigt, wie die Digitalisierung im Bereich von Altersassistenzsystemen gerade für ältere Menschen neue Chancen bietet“, erklärte Pfarrer Hinzen und fügte an: „Die Senioren können länger in ihrem gewohnten Umfeld leben und erhalten eine bessere gesundheitliche Versorgung.“ Es zeichne sich eine Wechselwirkung ab: Indem ältere Menschen moderne Technik nutzen, findet auch mehr Akzeptanz der neuen Technik statt.

 

Hinzen abschließend: „All das war Anlass genug für die Jury, die Initiative Gesundheit im Alter des Kreisseniorenrats mit dem Bürgerpreis Rems-Murr 2017 auszuzeichnen.“                                                                                    Jük/pm