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    Vollversammlung des StadtSeniorenRats Weinstadt (SSR)

    Oberbürgermeister Jürgen Oswald

    verabschiedet sich vom SSR

     

    „Es ist schon ein bisschen komisch, laut Tagesordnungspunkt ein Grußwort zu sprechen, das gleichzeitig ein Abschiedswort ist!“ Zum letzten Mal nahm Oberbürgermeister Jürgen Oswald offiziell an einer Sitzung des SSR teil. „Ältere Menschen brauchten damals ein organisiertes Sprachrohr“, so der Oberbürgermeister beim Rückblick auf 16 Jahre SSR. „Es sind gute Sachen dabei rausgekommen“, lobte er die Arbeit des SSR. Die Vertreter aus den Vereinen, Gruppen, Organisationen und Institutionen im SSR fungieren dabei als  hervorragende Multiplikatoren. Es sind in dieser Zeit viele Dinge angepackt worden, die im Besonderen ältere Menschen betreffen – und es sind dabei viele Probleme gelöst oder ins Bewusstsein der Verantwortlichen gerufen worden. Einige Beispiele: Seniorenfreundliches Einkaufen, Bewegungsparcours, Ausrichtung der Kreis- Seniorenmessen 2009 und 2016 in Weinstadt, Erhalt von Bus-Stationen, Aufzeigen von Problemen bei den S-Bahn-Haltestellen, Besuche von Wohn- und Pflegeheimen, Wohnberatung, barrierefreie Verkehrswege und vieles andere mehr. Zu erwähnen sind die Seniorenakademie mit ihrem reichhaltigen Programm besonders für ältere Menschen und der Senioren-Singkreis des SSR, der sich unter der musikalischen Leitung von Frau Dobler-Maier einer großen Beliebtheit erfreute. 

    Verbunden mit dem Dank für diese Arbeit sprach Jürgen Oswald den Wunsch aus, auch künftig für die Belange der älteren Menschen und für ein gutes Miteinander der Generationen einzutreten, denn: „Die Verteilungskämpfe werden immer härter, die Familien werden immer stärker belastet und: die in Zukunft zu befürchtende Altersarmut ist ein ernstzunehmendes Problem!“ 

    Waltraud Bühl und Dr. Joachim Michelbach gaben einen Rückblick auf die Arbeit des SSR im vergangenen Jahr in Wort und Bild, Bernhard Dippon erläuterte die „Herausforderungen“ für das Jahr 2017: Neuauflage Seniorenkompass, barrierefreie Stadtplanung, S-Bahn-Probleme, Schaffung von öffentlichen Toiletten, Verbesserung der Ampelschaltung (genügend Zeit für ältere Menschen beim Überqueren der Straße), Busverkehr mit Niederflurbussen (bis jetzt nur bei Fa. Dannenmann), Vernetzung der Ortsteile untereinander (Bürgerbus), Schaffung einer Anlaufstelle für „verloren gegangene“ Menschen (Demenz). 

    Eine Klausurtagung im Januar soll dazu dienen, die Arbeit zwischen SSR-Vertretern und SSR-Vorstand weiter zu intensivieren.