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    reginonaltagung der Seniorenräte im bezirk Stuttgart

    Die Delegation des Kreisseniorenrates aus dem Rems-Murr-Kreis im Garten des Mutterhauses der Anna-Schwestern in Ellwangen. Zweiter von rechts: Vorsitzender Heinz Weber (Fellbach) Dritter von rechts: Falk Dieter Widmaier (Ehrenmitglied) Vierter von links:
    Die Delegation des Kreisseniorenrates aus dem Rems-Murr-Kreis im Garten des Mutterhauses der Anna-Schwestern in Ellwangen. Zweiter von rechts: Vorsitzender Heinz Weber (Fellbach) Dritter von rechts: Falk Dieter Widmaier (Ehrenmitglied) Vierter von links:

    Die diesjährige Regionaltagung der Seniorenräte fand am 6. Juli in Ellwangen, Anna Schwestern Mutterhaus statt.

     

    Freundlicherweise und ausnahmsweise hatte die Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen ihre Pforten für die Seniorenräte geöffnet. Dies wäre unter anderem der guten Zusammenarbeit mit dem Stadtseniorenrat zu verdanken, betonte die Generaloberin Schwester Veronika Mätzler. Sie nutzte gleich die Gelegenheit die Arbeit der Ordensgemeinschaft vorzustellen und die Seniorenräte waren beeindruckt von der Vielfalt der Tätigkeiten.

    Geleitet wurde die Tagung vom stellvertretenden Vorsitzenden des Landesseniorenrates Karl-Otto Völker (Schorndorf). Oberbürgermeister Karl Hilsenbek war nicht nur als Grußwortredner angetreten, sondern folgte lange Zeit interessiert den Ausführungen der Tagung. Frau Heidi Schroedter, Vorsitzende des Kreisseniorenrates Ostalbkreis, stellte in ihrem Grußwort die Arbeit im Ostalbkreis vor.

    Vorbereitung, Durchführung und Stimmung bei der Tagung waren in allen Bereichen sehr positiv.

     

    Seniorenpolitisches Konzept des Ostalbkreises

    Im Rahmen der Arbeitstagung der Seniorenräte aus dem Regierungsbezirk Stuttgart im Juli in Ellwangen / Jagst stellte der Sozialdezernent des Ostalbkreises Josef Rettenmaier das „Seniorenpolitische Gesamtkonzept des Ostalbkreises“ vor.

    Als bisher einziger Landkreis im Ländle hat der Ostalbkreis das erwähnte Konzept erarbeitet. J. Rettenmaier konnte den angereisten Seniorenräten praktisch die druckfrische Version vorstellen.

    Unterstützung fanden die Ostälbler durch eine Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung aus München, welche im Freistaat Bayern schon einige Landkreise in ähnlicher Mission begleitet hat.

    Die Zielsetzung war, den Ostalbkreis in allen Bereichen seniorengerechter zu machen. Als Handlungsfelder wurden die Bereiche Wohnen, Mobilität, Prävention, gesellschaftliche Teilhabe, Betreuung und hausärztliche Versorgung ausgemacht.

    Eine Befragung der Kommunen, Workshops mit Experten und eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Angebote waren die ersten Bausteine des Konzepts. Es folgte eine Bürgerbefragung und eine Bevölkerungsvorausberechnung (mit eigenen Zahlen und denen des statistischen Landesamtes). Schlussendlich entwickelt der Landkreis Maßnahmen für das Erreichen des Ziels; ebenso eine Pflegebedarfsprognose. Immer eng begleitet durch die Städte und Gemeinden sowie Fachleute aus dem Seniorenbereich und der Wirtschaft.

    Die anwesenden Seniorenräte waren beeindruckt von den Aktivitäten des Ostalbkreises und nahmen wertvolle Hinweise und Anregungen mit nach Hause.

     

    Kompass Seniorenpolitik

    Maria Diop, Amtsleiterin im Ministerium für Soziales und Integration, machte die Runde mit dem Kompass Seniorenpolitik vertraut. Hier wurde aufgeschrieben, was sich die Koalition für die nächsten fünf Jahre für die Seniorinnen und Senioren in Baden-Württemberg vorgenommen hat.

    Erarbeitet wurde der Kompass Seniorenpolitik allerdings noch in der alten Regierung (damals hieß das Ministerium noch Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren). Er wurde jedoch in ganzem Umfang in die Koalitionsvereinbarung übernommen.

    Maria Diop griff verschiedene Punkte aus dem Werk heraus. Besonders die zwölf seniorenpolitischen Leitgedanken können als Richtschnur für die Seniorenräte und Seniorenrätinnen dienen. Das 118 Seiten starke Werk kann über das Sozialministerium bezogen werden.

     

    Pflegende Angehörige sind unfallversichert

    Frau Stefanie Kuchar von der Unfallkasse Baden-Württemberg erläuterte die Arbeit dieser Einrichtung. Fazit: grundsätzlich sind alle pflegenden Angehörigen während ihrer pflegerischen Tätigkeiten unfallversichert.

    Grundsatz: Unfälle im Zusammenhang mit der Pflege immer gleich beim behandelnden Arzt angeben.

     

    Arbeitsgruppen im Landesseniorenrat

    Aus den Arbeitsgruppen Wohnen (Berichterstatter Falk Dieter Widmaier), Mobilität (Berichterstatter Rainer Häußler), Demografie und Kommunen (Berichterstatter Karl-Otto Völker) sowie Ehrenamt (Berichterstatterin Rosemarie Helbich) wurden die Ergebnisse mitgeteilt. Diese bilden die Grundlage der weiteren Arbeit im Landesseniorenrat.

     

    Landeserstaufnahmestelle (LEA) Ellwangen

    Der stellvertretende Leiter der LEA Ellwangen, Roland Herzog, berichtet eindruckvoll über die Arbeit der Lea im vergangenen Jahr.

    Insgesamt wurden in den letzten 12 Monaten allein von der LEA Ellwangen ca. 22 000 Flüchtlinge aufgenommen, versorgt, größtenteils registriert und auf die Kommunen verteilt.

    Die LEA ist ausgelegt auf ca. 1000 Flüchtlinge. Allerdings gab es Tage, an denen mehrere Tausend Personen untergebracht werden mussten. Am Tag des Vortrags waren gerade noch ca. 250 Personen in der LEA.

    Herzog berichtete von der Enge in der Aufnahmestelle. Er berichtete von Schicksalen, Erfolgen und Rückschlägen.

    Herzog blieb keine Antwort schuldig. Er räumte auch mit Vorurteilen hinsichtlich Kriminalität auf.

     

     

     

     

     

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