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    3. Kreisseniorenmesse ein voller Erfolg

    Das Leben mit Genuss hat viele Facetten. Unter diesem Motto stand die 3.Kreisseniorenmesse, die bereits zum zweiten male in der Barbatra-Künkelin-Halle in Schorndorf stattfand.
    Es soll 85-Jährige geben, die sich noch zu jung für den Besuch einer Seniorenmesse fühlen. Wer so denkt und handelt, der könnte durch das Fernbleiben einiges verpasst haben. Schließlich ist’s nie zu spät, aber auch nie zu früh, sich über ein „Leben mit Genuss“ Gedanken zu machen.  
    Er ist ja noch ein junger Hüpfer, der Oberbürgermeister, aber auch er räumte als Schirmherr der Veranstaltung in seinem Grußwort ein, dass ihm das „Leben mit Genuss“-Motto dieser Seniorenmesse persönlich sehr entgegenkomme. Gelte es doch, jedem Tag ein paar schöne Momente abzugewinnen.
    Wie breit das Spektrum dessen ist, was alles zur Lebensfreude und Lebensqualität beitragen kann, zeigte diese Messe mit ihren rund 60 Ausstellern. Gesundheit, natürlich, die steht an erster Stelle. Und da kann der Arzt oder Apotheker genauso helfen wie ein Sportverein. Bei anderen älteren Menschen nicht zuletzt auch in Heimen ist’s, der Fernseher, an dem sie vor allem dann ihre Freude haben, wenn er bedienerfreundlich ist und sie sich nicht um die Installation und die Programmierung kümmern müssen. Und für wieder andere gehört zur Lebensqualität ein ansprechend gestalteter Lebensraum, wobei mit der Renovierung der eigenen vier Wände möglichst kein Stress verbunden sein sollte. Und natürlich gehören auch Reisen und Bildung - zum Beispiel bei der Volkshochschule – zu dem, was beim Altern jung hält.
    Genuss und Lebensqualität - für viele ist das untrennbar mit gutem Essen verbunden. Und da mag’s dem einen oder der anderen gut getan haben, dass die Hamburger Diplom-Ökotrophologin Heike Niemeier mit ein paar Vorurteilen aufgeräumt hat. Zum Beispiel mit dem, dass es bei Cholesterin auf möglichst fettarme Kost und auf den Verzicht von Eiern ankommt. „Ich empfehle Butter, ich empfehle Sahne, ich empfehle Käse“, rief die sympathische Ernährungswissenschaftlerin fröhlich in den Saal und verwies auf renommierte Studien, die belegten, dass Herzinfarkt nichts mit einem Übermaß an gesättigten Fettsäuren zu tun habe. Und Cholesterin aus dem Ei habe nichts mit dem Cholesterin zu tun, dass im Körper gemessen werde, sagte Heike Niemeier, für die feststeht: „Was lecker ist und schmeckt, tut auch dem Herzen gut. Freudloses Essen schadet dem Herzen.“ Und so freut sich die Hamburgerin jedes Mal, wenn sie aus dem Norden in den genussreicheren Süden kommt und Linsen (sehr gesund!) mit Spätzla und Saiten essen kann.
    Wer älter und nicht mehr ganz so fit ist, dass er zum Beispiel zwei- oder dreimal pro Woche einen Bewegungsparcoure ablaufen kann, der ist möglicherweise auf ein Bett mit Hubhilfe oder auf die ambulanten oder stationären Dienste einer Pflegeeinrichtung angewiesen. Auch da gab es interessante Angebote und Beschäftigungs- und Therapieansätze. Wie etwa Biografiearbeit, die bei alten und auch dementen Menschen durch Bildmaterial, Geschichten, Gegenstände und Lieder („Man müsste noch mal 20 sein“) assoziative Gedanken und manchmal auch eine Brücke zu aktuellen Begebenheiten schlägt. Etwa beim Thema Krieg. Ziel, ist es, diesen Menschen, die sich nicht mehr über das definieren könnten, was sie heute leisteten, zu vermitteln, dass auch das etwas zähle und ein bleibender Wert sei, was sie früher geleistet hätten.
    Und schließlich gehört zu einer Seniorenmesse auch die Beschäftigung mit dem Tod. „Sterben ist Leben – Leben vor dem Tod“ steht am Stand des Backnanger Hospizes. Für viele Menschen ist es auch wichtig für den Tod vorzusorgen. Zum Beispiel durch die Auswahl einer Grabstelle in einem Urnenreihengrab oder auf einem von den Friedhofsgärtnern gepflegten Feld, auf dem zwischen Erd- und Urnengräbern gewählt werden kann – jeweils inklusive Dauergrabpflege.

    Bei den Senioren waren Reisen sehr gefragt, wie hier auf dem Stand von Amigo-Reisen und Angelika Thiel

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